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Gostynin – seit 21 Jahren Partnerstadt von Langenfeld

Langenfeld : In Gostynin entspannen und schlemmen

Das 20.000 Einwohner zählende Städtchen am Weichselbogen in der Mitte von Polen wurde bereits 1279 urkundlich erwähnt.

Seit 1998 ist das polnische Städtchen Gostynin Partnerstadt von Langenfeld. Das ist wichtig zu wissen:

Die Partnerschaft Seit jetzt 21 Jahren unterhält die Gemeinde im Herzen Polens offiziell eine Städtepartnerschaft mit Langenfeld. Lange Zeit leiteten die aus Gostynin stammenden Waldemar und Erna Funk in Langenfeld den Förderverein Gostynin, der in dem von Elmar Widera geleiteten Partnerschaftskomitee aufgegangen ist.  Verbandelt sind die beiden Städte  schon seit 54 Jahren. Damals übernahm Langenfeld eine Patenschaft für die ehemaligen Bürger der Stadt und des Kreises Gostynin. Von dort waren nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs etwa 100 Familien geflohen und schließlich in Langenfeld heimisch geworden. Viele waren Nachkommen deutscher Tuchmacher, die um 1820 nach Polen gezogen waren und dort die Wirtschaft belebten. Ende des 2. Weltkriegs wurden sie vertrieben. Im Mai 1965 hat der Rat der Stadt die Freundschaft mit Gostynin geschlossen. Ziel war es, die Zugewanderten aus Gostynin besser zu integrieren. Die Partnerschaft wurde 1998 besiegelt, als Langenfeld 50 Jahre Stadt war. Vor dem Fall des Eisernen Vorhangs wurden die Kontakte zwischen beiden Städten eher auf privater Ebene gepflegt. Inzwischen haben Chöre, Tänzer, Sportler, Musikschüler und Feuerwehren enge Kontakte.

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Die Stadt Gostynin liegt in der Mitte von Polen, etwa 130 Kilometer westlich der Hauptstadt Warschau. Die erste urkundliche Erwähnung Gostynins stammt aus dem Jahr 1279. Die Stadt wurde während der polnischen Teilungen mal Polen, mal Preußen, mal Kongresspolen zugeschlagen und war auch in der Folge immer mal wieder Deutsch, zuletzt in der NS-Zeit unter Besatzung bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs. Es hat heute rund 20.000 Einwohner.

 Die ehemalige evangelische Kirche neben dem Gostyniner Schloss bietet sich auch zur Besichtigung an.
Die ehemalige evangelische Kirche neben dem Gostyniner Schloss bietet sich auch zur Besichtigung an. Foto: Partnerschaftskomitee Langenfeld

Sehenswertes An Sehenswürdigkeiten hat Gostynin ein Schloss aus dem 14. Jahrhundert zu bieten, in dem 1611 der russische Zar Schuiski gefangen gehalten wurde und auch dort starb. Besucher besichtigen das Rathaus, die örtlichen Kirchen oder nutzen das moderne Schwimmbad. Die Stadt ist umgeben von einer abwechslungsreichen Landschaft mit großen Wäldern und der „Gostyniner Seenplatte“ mit ihren rund 60 Seen. Dort gehen Polen ihrem Nationalsport nach, dem Angeln. Die Waldgebiete sowie die einzigartige Flora und Fauna lassen sich auf gut erschlossenen Wanderwegen erkunden und bieten auch für Reiter und Radfahrer viele attraktive Touren. Auch Kajakfahren lässt es sich gut rund um Gostynin.

Persönliche Eindrücke Uwe Augustin, stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins des Langenfelder Partnerschaftskomitees, lobt die Kinder- und die Gastfreundlichkeit der Polen. Er schätzt die polnische Küche und genießt dort, dass es immer eine Suppe als Vorspeise und viel Fleisch als Hauptgericht gibt. „In der Gastronomie lassen sich die Köche auch in die Töpfe gucken“, schwärmt er. Gostynin selbst habe  nicht nur wegen der genannten Sehenswürdigkeiten ihren Reiz. Augustin empfiehlt unbedingt einen Ausflug ins nahegelegene Plock (Plozk). „Eine ehemalige Hauptstadt Polens. Dort in der Basilika liegen auch Vorfahren einiger Langenfelder begraben.“ Und: Im Schloss Sanniki wirkte der Komponist Frédéric Chopin. Hier kann man kostenlos klassische Musik im Park genießen. Überhaupt seien die umliegenden historischen Städte sehr lohnenswert, schwärmt der Historiker. Auch ein Abstecher in die etwa 130 Kilometer entfernte polnische Hauptstadt Warschau oder ins 80 Kilometer entfernte Lodz biete sich an.