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RP-Aktion: Geocaching - auf der Suche nach dem Schatz

RP-Aktion : Geocaching - auf der Suche nach dem Schatz

Hans Fink ist seit zwei Jahren gemeinsam mit seiner Frau im ganzen Kreis unterwegs. Immer mit dabei ist das GPS-Gerät.

Wenn Hans Fink von seinem Hobby erzählt, dann ist die Faszination greifbar: "Es ist einfach unheimlich spannend, wie eine Schatzsuche. Und dabei erfährt man so viel Neues über seine Heimat, eine tolle Mischung." Der 35-Jährige ist Geocacher. Ausgerüstet mit einem GPS-Gerät und den Zielkoordinaten macht er sich zusammen mit Ehefrau Stephie regelmäßig auf, um kleine Behälter zu suchen, die andere Cacher irgendwo in der Region versteckt haben.

Doch es geht nicht einfach ums Suchen. Die Philosophie dahinter ist für Fink, der vor etwas mehr als zwei Jahren durch seinen Chef zum Geocaching kam, eine andere: "Hinter dem Ort, wo eine Dose versteckt wird, sollte schon etwas stecken, das ihn interessant macht", sagt der Ratinger. Er selbst zum Beispiel hat eines seiner Verstecke bei seinem alten Fußballverein ASV Tiefenbroich versteckt. Wer danach sucht, der erfährt viel Wissenswertes über den Verein.

Organisiert wird alles über ein Internet-Forum, in dem die Hobby-Schatzjäger die Orte eingrenzen können, an denen sie suchen wollen, und auch die Schwierigkeitsgrade bestimmen können. "Es gibt Verstecke, die zum Beispiel nur durch Tauchen oder Klettern gefunden werden können", erklärt Fink: "Das ist natürlich nicht für jeden geeignet."

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Über 1000 Verstecke hat er mit seiner Frau schon aufgespürt. Alle werden fein säuberlich in ein Logbuch eingetragen, das am Zielort hinterlegt ist. Dabei kann das Objekt der Begierde mitunter richtig schwer zu finden sein: Von Behältern mit wenigen Zentimetern bis zur Waffenkiste, alles ist möglich. Was ein echter Geocacher ist, der achtet dabei vor allem auf eines - den Einklang mit der Natur: "Es ist wichtig, dass wir nichts beschädigen. Denn das Erleben der Natur gehört ebenfalls zur Faszination Geocaching", findet der Ex-Fußballer, der im Gegensatz zu vielen Gleichgesinnten nur unregelmäßig auf die Suche geht: "Ich kenne viele Cacher, die wirklich jeden Tag unterwegs sind", sagt er.

Ein bisschen ist er allerdings auch vom Ehrgeiz gepackt: "Mich ärgert das schon, wenn ich ein Versteck nicht auf Anhieb finde. Aber mehr als zwei Anläufe habe ich bisher nicht gebraucht." Ein Versteck selbst zu erfinden, ist gar nicht so einfach: "Da braucht man schon ein bisschen Erfahrung. Man will den anderen schließlich etwas bieten."

(RP)