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Kaarst: Hobby-Imker sucht neue Bienenvölker

Leidenschaft für Insekten in Kaarst : Hobby-Imker sucht neue Bienenvölker

Auf einem Bauernhof neben dem schwedischen Möbelhaus Ikea kümmert sich Dirk Knuppertz liebevoll um seine Bienenvölker. Der Hobby-Imker hatte zehn verschiedene Völker, ehe sie alle von jetzt auf gleich gestorben oder ausgeflogen sind. Schuld daran ist die Varroa-Milbe.

Auf einem Bauernhof neben dem schwedischen Möbelhaus Ikea kümmert sich Dirk Knuppertz liebevoll um seine Bienenvölker. Der Hobby-Imker hatte zehn verschiedene Völker, ehe sie alle von jetzt auf gleich gestorben oder ausgeflogen sind. Schuld daran ist die Varroa-Milbe. „Ich hatte zu viele von diesen Milben in meinen Bienenkästen. Deshalb sind die Bienen entweder gestorben oder haben sich ein neues zu Hause gesucht“, erklärt Knuppertz. Die Varroa-Milbe wurde aus Afrika nach Europa eingeschleppt und saugt die Biene regelrecht aus, wenn sie auf ihrem Rücken sitzt. Die einzige Bienenart, die resistent gegen diese Milbe ist, ist die dunkle Biene. Da die Temperaturen in den vergangenen Wochen für Bienen relativ kalt waren, hat keines von Knuppertz’ Insekten überlebt.

Ein Volk besteht aus mehreren 1000 Bienen. Hans-Jürgen Haverkamp, ein Bekannter von Knuppertz, bekam mit, was den Bienen zugestoßen ist. Und er handelte sofort. Haverkamp rief alle seine Freunde und Bekannten dazu auf, neue Völker zu spenden – mit ersten Erfolgen. Mittlerweile arbeitet Dirk Knuppertz, Mitbegründer des Vereins „Kaarster Bienenwerk“, wieder mit vier Völkern – Tendenz steigend. „Ich vermehre sie und möchte irgendwann wieder zehn bis zwölf Völker haben“, sagt er. Ein Bienenvolk kostet zwischen 100 und 120 Euro. Auch seine Königinnen züchtet Dirk Knuppertz selbst. „Zehn Völker sind mal eben über 1000 Euro. Das kann ich mir nicht mal so aus dem Arm schütteln“, sagt er.

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Er sei schon „enttäuscht“ gewesen, als er die Kästen öffnete und die toten Insekten dort liegen sah. „Ich mache das aus Leidenschaft“, sagt Knuppertz, der nun aber wieder positiv in seine Imker-Zukunft blickt. Und seinen Spendern verspricht er, im nächsten Jahr ein Kilogramm Honig zu schicken, wenn der Ertrag wieder so hoch ist, wie er einmal war. Einblicke in die Leidenschaft als Hobby-Imker geben Knuppertz und seine Frau auf ihrem Instagram-Kanal (www.instagram.com/imkerei_knubo).

(seeg)