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Skaterhockey: Erstaunliche Devils mischen an der Spitze mit

Skaterhockey : Erstaunliche Devils mischen an der Spitze mit

Langenfeld kletterte in der 2. Skaterhockey-Bundesliga auf Platz eins. In Spaichingen gab es ein 7:5, in Freiburg eine 9:15-Niederlage.

Die SG Langenfeld Devils haben zumindest vorübergehend die Tabellenspitze der 2. Skaterhockey-Bundesliga Süd übernommen. Der Doppelspieltag am Wochenende brachte der Mannschaft von Trainer Thomas Schütt im Süden Deutschlands zwei höchst unterschiedliche Partien.

Am Samstag gewannen die Langenfelder in einem verrückten Spiel mit 7:5 (2:0, 0:5, 5:0) gegen die Badgers Spaichingen, ehe sie am Sonntag gegen die Freiburg Beasts das Nachsehen hatten - 9:15 (3:4, 3:7, 3:4). Weil Spitzenreiter Düsseldorf Rams am Wochenende kein Spiel zu absolvieren hatte, geht Langenfeld als Spitzenreiter in die Sommerpause - und kann im Grunde auch schon den Klassenerhalt feiern.

"Rein rechnerisch ist es sicherlich noch möglich, dass wir absteigen", sagte Kapitän Tommi Melkko nach der anstrengenden Doppelaufgabe vor dem Urlaub, "aber die Chancen dafür sind wohl eher astronomisch gering." Mit 28 Punkten aus 13 Spielen bei noch fünf ausstehenden Begegnungen ist der Verbleib in der zweithöchsten Klasse fast zu hundert Prozent gesichert. "Von daher sind wir mit dem bisherigen Verlauf natürlich sehr zufrieden. Man darf nicht vergessen, dass wir als Aufsteiger in die Saison gegangen sind."

 Der Architekt: Devils-Trainer Thomas Schütt ist wesentlich an der guten Entwicklung der Zweitliga-Mannschaft beteiligt.
Der Architekt: Devils-Trainer Thomas Schütt ist wesentlich an der guten Entwicklung der Zweitliga-Mannschaft beteiligt. Foto: Ralph Matzerath (ARCHIV)
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In Spaichingen erwischten die Gäste einen perfekten Start. Nach nur 14 Sekunden traf Henrik Hermes zum 1:0 und sein Bruder Christoph erhöhte wenig später auf 2:0 (4.). Danach allerdings kamen die Hausherren zunehmend besser ins Spiel und im zweiten Drittel überrollten sie die Devils sogar - 2:5. "Wir haben zu verschnörkelt gespielt", analysierte Melkko, "die Gradlinigkeit der Anfangsphase ist uns komplett abhandengekommen."

Im letzten Drittel drehten die Teufel noch einmal richtig auf - und wieder waren die Hermes-Brüder federführend. Henrik erzielte das 3:5 (41.) und setzte den Schlusspunkt zum 7:5 (60.), während Christoph das 4:5 (44.) und 6:5 (58.) beisteuerte. Moritz Matzkies trug sich mit dem wichtigen 5:5-Ausgleich (45.) in die Torjägerliste ein. "Gute Ballkontrolle auf engem Raum und Torgefahr in fast jeder Situation zeichnen unsere Offensive immer wieder aus", lobte Melkko. Trotzdem sah er über die 60 Minuten ein sehr hartes, körperbetonte geführtes und auch kräftezehrendes Spiel. Die Folgen machten sich einen Tag darauf in Freiburg zumindest phasenweise negativ bemerkbar.

Gegen die schnellen und spielfreudigen Breisgauer waren die Langenfelder oft einen Schritt zu langsam. Den Devils fehlten die Frische und die nötige Konzentration. Jost Henke gelang zwar früh das 1:0 (3.), doch Freiburg zeigte sich unbeeindruckt. Nach dem 1:2 (12.) rannten die Devils im Grunde immer einem mehr oder weniger klaren Rückstand hinterher. Echte Gefahr kam dabei für die Beasts nicht auf.

Markus Kruber verkürzte auf 3:4 (18.), Thomas Schmalen traf im zweiten Drittel zum 4:6 (31.) und Melkko im letzten Abschnitt zum 7:11 (44.). "Der Sieg von Freiburg geht absolut in Ordnung", fand Melkko, der allerdings ein bisschen mit den Schiedsrichtern haderte. Nicht jede Entscheidung sei nachvollziehbar gewesen. "Immerhin konnten wir den direkten Vergleich für uns entscheiden", sagte der Kapitän mit dem Blick auf das 11:4 aus der Hinrunde: "Insofern sind wir mit dem Wochenende zufrieden."

(dora)