Lokalsport: HSG auf der Suche nach der Leichtigkeit im Angriff

Lokalsport: HSG auf der Suche nach der Leichtigkeit im Angriff

Wenn heute Abend um 20 Uhr die HSG Krefeld beim TSV Bayer Dormagen antritt, dann handelt es sich fraglos um ein Spitzenspiel der dritten Handball-Liga. Das ist es aber vor allem aufgrund des Tabellenstandes, denn die Situation beider Teams ist derzeit recht gegensätzlich. Während nämlich die Gastgeber seit dem Sieg der HSG im Hinspiel nur ein einziges Mal - gegen den souveränen Tabellenführer aus Ferndorf - verloren und die vergangenen acht Spiele in Folge gewannen, musste der Gast zuletzt zwei bittere Niederlagen einstecken.

Die vier Punkte, die die Eagles in Schalksmühle und gegen Minden liegen ließen, sorgen für einen gehörigen Abstand von sieben Punkten zwischen beiden Kontrahenten. Damit ist die Chance der Krefelder auf den zweiten Platz schon fast vergeben. Sogar Rang drei ist in Gefahr, denn der TV Leichlingen hat nur einen Zähler weniger, aber noch zwei Spiele in der Hinterhand.

Problematisch bei der verletzungsgeplagten HSG ist vor allem das Offensivspiel. Während die Deckung um die starken Torhüter Stefan Nippes und Philipp Ruch sehr gut steht, ging im Angriff die Leichtigkeit der ersten drei Spiele unter Dusko Bilanovic mit 99 Toren aus besagten drei Auftritten, in den beiden folgenden Spielen verloren.

  • Mit Philipp Ruch : "In Ferndorf muss jeder voll mitziehen."

Speziell die Gefahr aus dem Rückraum ließ in diesen Partien zu wünschen übrig. Zu oft verzettelten sich die Krefelder in versuchten Anspielen an den Kreis. Da außerdem die Außen durch die Ausfälle von Max Zimmermann und Philipp Liesebach arg ausgedünnt sind, fehlt die Durchschlagskraft. Besonders der beste Werfer aus dem Rückraum, Simon Ciupinski, könnte hier den Unterschied machen, wenn er in Szene gesetzt wird.

Favorit ist jedenfalls ganz klar der Gastgeber. Das sieht auch Trainer Bilanovic so. "Wir fahren als Außenseiter nach Dormagen und haben keinen Druck. Dadurch können wir aber befreit aufspielen, und natürlich wollen wir etwas mitnehmen", sagt er. Die Offensive war unter der Woche auch Trainingsschwerpunkt und soll den Unterschied machen.

(svs)
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