Lokalsport: Viele Fehler führen zur ersten Heimschlappe

Lokalsport: Viele Fehler führen zur ersten Heimschlappe

Handball-Drittligist HSG Krefeld verliert gegen Minden II verdient mit 24:25. Erst in der Schlussphase steigern sich die schwachen Gastgeber.

Die erste Saisonniederlage hatte die HSG Krefeld in Minden kassiert. Am Samstag setzte es gegen diesen Gegner auch die erste Heimpleite der Saison. Nach über weite Strecken schwacher Leistung unterlagen die Eagles, die ohne Philipp Liesegang (Schambeinentzündung) und Max Zimmermann (Grippe) auskommen mussten, dem TSV GWD Minden II mit 24:25 (8:15). Immerhin war Maik Schneider nach langer Verletzung wieder einsatzbereit, so dass Trainer Dusko Bilanovic zumindest auf einen Linkshänder auf der Rechtsaußenposition zurückgreifen konnte.

Das Spiel begann von beiden Seiten zerfahren. Ballverluste und schlecht vorbereitete Abschlüsse prägten die Anfangsminuten. Torwart Stefan Nippes, der trotz einer Ellenbogenverletzung auflief, gab den Seinen mit einem gehaltenen Siebenmeter in der fünften Minute einen ersten Schub.

Weiterhin blieben die Ungenauigkeiten im Spiel der Schwarz-Gelben und so dauerte es fast eine Viertelstunde, ehe Jens Reinarz zur Führung traf (5:4). Doch Minden konterte und stellte binnen fünf Minuten auf 5:10. Auch eine Auszeit von Bilanovic änderte nichts. Reinarz setzte in dieser Phase selbst einen Siebenmeter an den Pfosten. Der Gast spielte nicht einmal wirklich zwingend, sondern eher solide, hatte harmlosen Eagles aber jederzeit im Griff. So ging es nach 30 Minuten beim 8:15 in die Pause. Auch zwei Auszeiten bereits im ersten Durchgang hatten die trägen Eagles nicht aufzuwecken vermocht.

Zum zweiten Durchgang löste Philipp Ruch Nippes im Tor ab. Die Aktionen in der Offensive wurden nun auch etwas konzentrierter. Das wirkte sich auch im Ergebnis aus, die Eagles kamen langsam heran. Doch immer, wenn sich die Chance bot, den Anschluss tatsächlich herzustellen, folgten schlecht vorbereitete Abschlüsse, so dass der Abstand bei vier Toren blieb.

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Trotz einer hervorragenden Leistung beider Torhüter verstanden die Gastgeber es nicht, die resultierenden Ballgewinne in Tore umzuwandeln. Die tollen Kombinationen der ersten Spiele unter Trainer Bilanovic waren wie weggefegt. Sicher trug dazu auch die dünne Personaldecke bei, doch verworfene freie Abschlüsse, fallengelassene Bälle und sonstige technische Fehler taten ein Übriges. Erst in der 57. Minute verstanden sie es, den Abstand auf drei Tore zu verkürzen (20:23). Die Eagles kämpften nun und machten es noch einmal spannend. Doch am Ende stand eine verdiente 24:25-Niederlage der Krefelder.

"Wir haben in der ersten Halbzeit Standhandball gespielt. Die Moral war gut, aber wir haben viel zu wenig aus dem Rückraum agiert. Gegen eine 6-0-Deckung nur über den Kreisläufer zu spielen, das funktioniert nicht", sagte Trainer Bilanovic.

Am Mittwoch muss nun im Auswärtsspiel bei Bayer Dormagen eine deutliche Leistungssteigerung her, um dort zu punkten.

(RP)
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