Lokalsport: Bittroff geschont und gesetzt

Lokalsport: Bittroff geschont und gesetzt

Heute um 14 Uhr steigt auf dem Tivoli das Spitzenspiel der Fußball-Regionalliga zwischen Alemannia Aachen und dem KFC Uerdingen. Trainer Stefan Krämer freut sich auf eine tolle Atmosphäre bei vollen Rängen.

Kaum war das 3:0 für den KFC in Rödinghausen gefallen, da holte Stefan Krämer den Verteidiger Alexander Bittroff vom Platz. Der Trainer war sicher, dass die drei Punkte aus Ostwestfalen mitgenommen werden und so ging es ihm um eine andere Form der Schadensbegrenzung. "Alex hat vier Gelbe Karten auf seinem Konto und uns ging es darum, die fünfte unbedingt zu vermeiden", erklärte Krämer den Wechsel. Verständlich, denn beim heutigen Spitzenspiel in Aachen wird die gut funktionierende Viererkette dringend benötigt.

Die Viererkette mit Alexander Bittroff, Christopher Schorch, Mario Erb und Christian Dorda ist nicht nur eingespielt, sondern auch wesentlicher Bestandteil des Erfolgs. Dass sie nach einer überragenden Hinrunde zum Jahresbeginn ungewohnt viele Gegentore kassierte, davon will Krämer nichts wissen. Er lenkt den Blick aufs Ganze: "Wenn eine Abwehr im Durchschnitt weniger als ein Gegentor pro Spiel bekommt, dann ist das sehr, sehr gut. Das heißt dann zwar noch nicht, dass sie auf jeden Fall Meister wird, aber sie spielt oben mit."

18 Gegentore haben die Uerdinger in ihren 25 Meisterschaftsspielen kassiert. Das ist der beste Wert. Auch deshalb sind sie Spitzenreiter, und es kommt nicht von ungefähr, dass die Mannschaften mit den wenigsten Gegentoren die Plätze zwei und drei belegen: Viktoria Köln (24) und Alemannia Aachen (25).

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Krämer ist vom Defensivverhalten seiner Mannschaft angetan, weil sie in der Lage ist, selbst bei einem Ballverlust in der Vorwärtsbewegung Konter des Gegners zu verhindern. "Die Mannschaft kann das, und das sind für mich die entscheidenden Sekunden eines Spiels", sagt er. "Nach einem Ballverlust darf es keine Frustpause geben, da darf man sich nicht zwei, drei, vier Sekunden abschalten. Wer diese wichtigsten Sekunden des Spiels verpasst, der sitzt neben mit."

Zwei, vielleicht gar drei Veränderungen will Krämer heute gegenüber der Partie in Rödinghausen vornehmen. Dies wird sicherlich nicht im Tor, der Abwehr oder im Angriff sein. Alternativen bieten sich im Mittelfeld an. "Das Gefälle in der Mannschaft ist nicht groß, da kann ich variieren", sagt der Trainer, der sich auf das Spitzenspiel freut: "Der Tivoli ist gut gefüllt, das wird ein tolles Spiel in toller Atmosphäre." Und wenn es drei Punkte bringt, ist es auch ein tolles Ergebnis.

(ths)
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