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KFC Uerdingen kämpft nach der Insolvenz bis zur letzten Sekunde

Montag fällt Entscheidung : Ein Kampf bis zur letzten Sekunde

19 Vereine der Fußball-Regionalliga und zigtausende Fans blicken am Montag gespannt nach Krefeld. Da wird der KFC Uerdingen verkünden, ob er sich mit dem Finanzamt geeinigt hat und ob er in zwei Wochen in der vierten Liga antritt. Tendenz: Zweimal Ja.

Am Montag ist es endlich soweit. Der KFC Uerdingen wird bekanntgeben, ob er in zwei Wochen in der Fußball-Regionalliga antritt oder nicht. Und er muss darlegen, wie er die Situation wirtschaftlich meistern und mit den Schulden beim Finanzamt umgehen wird.

In den vergangenen zwei Monate hatte es eine Hiobsbotschaft nach der anderen gegeben. Nach dem erreichten Klassenerhalt war der KFC nicht in der Lage, die vom DFB geforderten Sicherheiten in Höhe von rund sieben Millionen Euro für die Drittliga-Saison zu erbringen. Investor Roman Gevorkyan zog sich zurück. Die sich in der Insolvenz befindende GmbH wird abgewickelt.

Das Finanzamt wies jedoch darauf hin, dass zwischen der GmbH und dem Verein eine Organschaft besteht, so dass die Steuerschulden von rund 400.000 Euro weiterhin bestehen. Bis Sonntag Abend musste nun eine Lösung her.

Die Alternativen: Eine Einigung mit dem Finanzamt und Fortführung des Spielbetriebs in der Regionalliga; oder aber der Verein beantragt Insolvenz und tritt trotzdem in der Regionalliga mit neun Punkten Abzug an; oder der Verein beantragt Insolvenz, verzichtet auf die Teilnahme an der Regionalliga, steht als erster Absteiger fest und spielt in der Saison 22/23 in der Oberliga. Wie aus dem Umfeld des Vorstands und des Stadtoberhauptes zu hören ist, soll letztere Möglichkeit ausgeschlossen werden.

Nach zwei Monaten des Zögerns und Zauderns ist der Zeitrahmen bis zur letzten Sekunde ausgeschöpft. Es bedarf Mut zu einer Entscheidung. Eine Garantie für deren Richtigkeit gibt es nicht.