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Die Zahl der Ärztinnen an Krefelder Kliniken steigt um 80 Prozent

Gesundheit in Krefeld : Die Zahl der Ärztinnen an Krefelder Kliniken steigt um 80 Prozent

Die Zahl der Ärzte an Krankenhäusern hat sich in den zurückliegenden zehn Jahren in Krefeld rasant von 567 auf 914 (plus 61 Prozent) entwickelt. Fast jede zweite Stelle ist mit einer Ärztin besetzt (47 Prozent).

Seit 2008 ist der Anteil der Frauen am ärztlichen Personal deutlich um 80 Prozent gestiegen. Vor zehn Jahren waren 240 hauptamtliche Ärztinnen angestellt. 2019 waren es 430. Das teilte das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik (IT.NRW) am Freitag mit.

Bezeichnend für die Entwicklung im Gesundheitswesen, sind die Zahlen für das Verwaltungs- und Pflegepersonal. Die blieben nämlich im Trend deutlich zurück. Für das sogenannte nicht ärztliche Personal steht im Beobachtungszeitraum ein Plus von 6,9 Prozent zu Buche. Statt 3221 in 2008 verdienten 3443 Arbeitnehmer in Krefelder Krankenhäusern ihren Lebensunterhalt. Der Anteil der Frauen daran beträgt 80 Prozent, der beim Pfegepersonal 82,5 Prozent. 1729 Angestellte kümmerten sich ganz direkt um das Wohl der Patienten. Das sind 16,6 Prozent mehr als vor zehn Jahren. 51,9 Prozent davon sind lediglich teilzeitbeschäftigt.

Ende 2018 waren in den 345 nordrhein-westfälischen Krankenhäusern 44.339 hauptamtliche Ärztinnen und Ärzte sowie 225.942 Personen als nichtärztliches Personal tätig. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt am Freitag mitteilte, waren 79,6 Prozent des nichtärztlichen Personals Frauen. Beim nichtärztlichen Personal waren von den 179.791 Frauen 55,0 Prozent – bei den 46.151 Männern 21,4 Prozent teilzeitbeschäftigt. 90,9 Prozent aller Teilzeitbeschäftigten beim nichtärztlichen Personal waren Frauen.

45,8 Prozent des nichtärztlichen Personals war 2018 im Pflegedienst tätig. 20,6 Prozent arbeiteten im medizinisch-technischen Dienst und 14,2 Prozent waren im Funktionsdienst beschäftigt. Der Anteil des Personals im Wirtschafts-, Versorgungs- und Verwaltungsdienst lag bei 13,3 Prozent. Sechs Prozent waren als sonstiges Personal (zum Beispiel klinisches Hauspersonal, technischer Dienst, Sonderdienste) eingesetzt.

Der Anteil der hauptamtlich tätigen Ärztinnen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 Prozentpunkte auf 45,3 Prozent. Zehn Jahre zuvor hatte dieser Anteil noch bei 40,9 Prozent gelegen. Im Vergleich zum Jahr 2008 hat sich die Zahl der Ärztinnen um 55,6 Prozent, die ihrer männlichen Kollegen um 30,3 Prozent erhöht.

Von den 44.339 im Krankenhaus tätigen hauptamtlichen Ärztinnen und Ärzten stand im Jahr 2018 knapp ein Viertel (24,3 Prozent) in einem eilzeitbeschäftigungsverhältnis. 2008 hatte ihr Anteil noch bei 14,9 Prozent gelegen. Während 13,8 Prozent der Ärzte in Teilzeit arbeiteten, waren es bei den Ärztinnen 37,1 Prozent. 69,0 Prozent des teilzeitbeschäftigten, ärztlichen Personals waren Frauen.