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684 Krefelder Betriebe verdienen in der Gastronomie ihr Geld

Neue Zahlen für Krefeld : 684 Krefelder Betriebe verdienen in der Gastronomie ihr Geld

Seit 2008 hat sich besonders die Caterer-Branche in der Seidenstadt gut entwickelt. Es gab ein Plus an Unternehmen von knapp 40 Prozent.

Die Zahl der gastronomischen Betriebe in der Stadt Krefeld ist in den zurückliegenden zwölf Jahren mit leichten Schwankungen nahezu konstant geblieben. 2010 waren es mit 725 Lokalitäten die meisten, 2013 mit 665 die wenigsten. zuletzt waren es 684. Das teilte das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik (IT.NRW) am Dienstag mit. Es hat die Unternehmensregister für die Jahre 2008 bis 2018 ausgewertet. Aktuelle Änderungen sind darin also nicht enthalten.

Gleichwohl lässt sich in der Analyse ein Trend für Krefeld feststellen. Restaurants, Gaststätten, Imbissbuden, Cafés und Eissalons machen mit zuletzt 450 Betrieben das Gros der Gastronomie in der Seidenstadt aus. Zum Vergleichsjahr 2008 ist das ein Rückgang um 6,4 Prozent. Mit sechs Prozent in fast identischer Größenordnung ist in demselben Zeitraum die Zahl der Einrichtungen mit Getränkeausschank auf 173 zurückgegangen. Einen Boom erleben die Caterer. Waren es 2008 noch 44 Unternehmen stehen für 2018 genau 61 zu Buche. das ist ein Plus von 38,6 Prozent und liegt deutlich über dem Landesdurchschnitt von 25,6 Prozent.

Die Zahl der Niederlassungen in der Gastronomie ist von 2008 bis 2018 in Nordrhein-Westfalen um neun Prozent auf 43.547 zurückgegangen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, erhöhte sich aber die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in diesem Wirtschaftszweig im selben Zeitraum um 34 Prozent auf 138.179.

Das türkische Restaurant Arabul an der Wiedenhofstraße hat viele Stammgäste. Foto: Lammertz, Thomas (lamm)

Unterschiedliche Entwicklungen zeigten sich dagegen in den Bereichen „Caterer und Erbringung sonstiger Verpflegungsdienstleistungen” sowie „Ausschank von Getränken”:Bei Caterern, Kantinenbetreibern und bei der Bewirtung in Sportanlagen erhöhte sich sowohl die Zahl der Betriebsstätten von 2008 bis 2018 (plus 26 Prozent) als auch die der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (plus 56 Prozent).

Im Bereich des Getränkeausschanks war dagegen ein Rückgang bei der Zahl der Niederlassungen (minus 27 Prozent) zu verzeichnen. Die Beschäftigtenzahlen haben sich nach einem zwischenzeitlichen Rückgang (bis zum Jahr 2014 um 14 Prozent) wieder erholt und lagen 2018 wieder in etwa auf dem Niveau von 2008. Zum Wirtschaftszweig „Ausschank von Getränken” gehören Schankwirtschaften (Kneipen), Diskotheken, Bars, Vergnügungslokale und mobile Getränkeverkaufseinrichtungen.

Regional betrachtet gab es die höchsten Rückgänge bei der Zahl der Niederlassungen im Bereich Gastronomie in den Städten Gelsenkirchen (minus 22;22 Prozent), Herne (−20 Prozent) und Bottrop (−17 Prozent). Lediglich in Düsseldorf (plus zwei Prozent) und Köln (plus ein Prozent) konnten 2018 mehr Betriebsstätten ermittelt werden als 2008.

Die geringsten Veränderungen bei der Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der NRW-Gastronomie gab es 2018 im Vergleich zu 2008 in Bottrop (minus ein Prozent), Essen (±0 Prozent) und Bonn (plus ein Prozent). Im Kreis Höxter (+206 Prozent), in Bielefeld (+59 Prozent) und im Kreis Soest (+59 Prozent) waren hier die höchsten Anstiege der Beschäftigtenzahlen zu verzeichnen.

Im Bereich „Ausschank von Getränken” verringerte sich die Zahl der Betriebsstätten in Dortmund (minus 47 Prozent), im Ennepe-Ruhr-Kreis (minus 46 Prozent), und in Herne (minus 46 Prozent) am stärksten. In fünf kreisfreien Städten und Kreisen war die Zahl der Niederlassungen in diesem Wirtschaftszweig 2018 höher als 2008: Die höchsten Zuwächse gab es hier im Kreis Olpe (plus 36,8 Prozent) und in Münster (plus 26,0 Prozent).

Die Statistiker weisen darauf hin, dass zuletzt mehr als 90 Prozent der rechtlichen Einheiten in der Gastronomie Kleinstbetriebe mit weniger als zehn sozialversicherungspflichtig Beschäftigten waren. Fast jedes zweite Unternehmen in der NRW-Gastronomie wurde von Soloselbstständigen betrieben. Der Anteil der Soloselbstständigen war im Wirtschaftszweig „Ausschank von Getränken” am höchsten (66 Prozent).

(sti)