Korschenbroich: Bürgerstiftung feiert 10. Geburtstag

Festakt : Bürgerstiftung legt Fokus auf die Förderung von Schülern

Beim Festakt zum zehnten Geburtstag der Stiftung ging es um ein neues Schüler-Projekt. Bürgermeister Venten hielt eine Laudatio auch auf die Gründungsstifter.

Mit gerade einmal 42 Zustiftern hatte die Bürgerstiftung vor rund zehn Jahren angefangen. Inzwischen ist die Zahl der Zustifter, die das Grundvermögen aufstocken, auf 121 gestiegen – ebenso das Stiftungskapital, das derzeit bei rund 197.000 Euro liegen soll. Die Bürgerstiftung für Korschenbroich ist eine große Erfolgsgeschichte, die auch auf den Einsatz der sieben Gründungsstifter zurückzuführen ist.

Vier dieser Stifter leben noch: Es sind Hermann Buchkremer, Alfons Kranz, Hermann-Josef Kronen und Willy Schellen. Auf sie hielt Bürgermeister Marc Venten, der selbst Zustifter ist, beim Festakt zum zehnten Geburtstag der Stiftung eine Laudatio. Er würdigte ihren Einsatz ebenso wie Hans-Ulrich Klose, der stellvertretend für den Landrat des Rhein-Kreises gratulierte. „Die Bürgerstiftung tut der Stadt Korschenbroich gut“, betonte er, auch die heutigen Stifter würden überparteilich denken, immer im Interesse der Ziele, die die Stiftung verfolge. Die heutigen Stifter – das sind in erster Linie drei Vorstandsmitglieder um den Vorsitzenden Thomas Goldmann, sieben Mitglieder des Stiftungsrates um Hermann Buchkremer, und drei Mitglieder des Ältestenrates um Alfons Kranz.

Die Bürgerstiftung steht für eine Reihe von Projekten. Ein Fokus liegt etwa auf der Förderung von Schülern: So sorgt die Stiftung dafür, dass Grundschüler mit Büchern das Lesen lernen können. Außerdem erhalten die Jahrgangsbesten der weiterführenden Schulen je 1000 Euro. Und: Die Bürgerstiftung hat mit ihren Partnern dafür gesorgt, dass Hauptschüler in Kleinenbroich in einer eigenen Werkstatt handwerkliche Erfahrungen sammeln können. „Unser Ziel ist es, die Werkstatt langfristig zu betreuen und jungen Menschen dadurch Perspektiven zu bieten“, sagte Thomas Goldmann beim Festakt. Dort stellte er das Werkstatt-Projekt genauer vor: Die Schüler haben die Möglichkeit, mit entsprechendem Werkzeug eigene Holzbänke zu bauen. Drei dieser Bänke wurden bereits verkauft.

Das handwerkliche Geschick, das die Schüler durch die Arbeit erlernen, soll ihnen auch beim Einstieg ins Berufsleben zugutekommen. „Viele junge Menschen können heute mit Werkzeug nicht viel anfangen. Das wollen wir ändern“, sagte Projektlehrer Sascha Naumschuk beim Festakt. Er freute sich auch über Arbeitsschürzen, die die Bürgerstiftung mit ihren Projektpartnern neu für die Schüler organisieren konnte.

(cka)
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