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Lokalsport: Ehrung für einen großen Klever Ehrenamtler

Lokalsport : Ehrung für einen großen Klever Ehrenamtler

Karl-Heinz Kerst hat Sportplakette NRW verliehen bekommen. Im Rathaus würdigte der Bürgermeister seine Leistung.

Mit Stolz und Freude habe er die Ehrung entgegengenommen, sagte Karl-Heinz Kerst, Präsident des Deutschen Badminton-Bundes und Klever Ehrenamtler. "Einmal als persönliche Auszeichnung, aber auch als Auszeichnung für das Ehrenamt insgesamt." In Mönchengladbach-Wickrath hatte Kerst von Justizminister Thomas Kutschaty die Sportplakette NRW überreicht bekommen (wir berichteten).

Im Rahmen einer Feierstunde im Interimsrathaus mit Funktionären aus Sport, Politik und Verwaltung sowie Familienangehörigen wurde Kerst zum Dank für seinen großen und außergewöhnlichen Einsatz im und für den Badmintonsport durch Bürgermeister Brauer geehrt. "Karl-Heinz Kerst hat in den vergangenen Jahrzehnten dem Badminton-Sport ein Gesicht gegeben", erklärte der Bürgermeister. Brauer, der selbst in Mönchengladbach zugegen war, sei beeindruckt davon gewesen, welchen Stellenwert Kerst bei Aktiven und Funktionären genießt. "Die Stadt kann stolz sein, so einen Sohn zu haben. Er verkörpert den Sport, ist aber auch ein klein wenig Botschafter Kleves", sagte Brauer. Karl-Heinz Kerst selbst hob lieber die Bedeutung des Ehrenamts hervor. "Da wird eine enorme soziale Arbeit geleistet", betonte er. Und das in einem Sport, der in der öffentlichen Wahrnehmung immer noch ein Schattendasein fristet. "Am Dienstag beginnen die German Open. In sieben asiatischen Länder, Dänemark und England wird das TV-Signal übertragen. In Deutschland nicht", sagte Kerst. Immer noch gelte: Eher wird drittklassiger Fußball live übertragen, als anderer Hochleistungssport.

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Knapp über 200 000 Badminton-Spieler sind deutschlandweit in Vereinen organisiert, mehr als 200 sind es in Kleve. "Dazu kommen aber noch viele Hobbygruppen. Mehr oder weniger regelmäßig spielen in Deutschland eine Million Menschen Badminton", so der Präsident des Verbands, der nach dem Ende seiner Amtszeit im Jahr 2016 eigentlich aufhören wollte. Dann steht auch Olympia an — für den Sport die große Bühne, um sich einem Millionenpublikum zu zeigen. Mittlerweile habe er aber durchaus noch Lust, darüber hinaus an der Spitze des Verbands zu agieren. "Da muss ich aber noch mit meiner Frau verhandeln", erklärte Kerst lachend.

(lukra)