Kranenburg: Feuerwerk und Aspirin zum Frühstück

Kranenburg : Feuerwerk und Aspirin zum Frühstück

Bunter Abend der Kranenburger Krunekroane stimmte prächtig auf die närrische Zielgerade im Sitzungskarneval ein, Tanzgarden und Büttenredner sorgten für ein höchst unterhaltsames Programm im Bürgerhaus.

"Nomen est omen", diese lateinische Redensart die so viel bedeutet wie der Name ist ein Zeichen oder auch Programm, ließ sich ohne weiteres auf den ersten von drei Bunten Abenden der Kranenburger Krunekroane übertragen. Denn das, was die Akteure dieser Karnevalsgesellschaft auf die Bühne des Bürgerhauses zauberten, war in der Tat ein deutliches Zeichen für eine mehrstündige, bunte Unterhaltung in einem rappelvollen Narrenbau, in dem am Ende kein Auge trocken blieb. Doch bevor so manche Attacke auf das närrische Zwerchfell geritten wurde, war es Jürgen Ollenburg, der mit seinem, mitunter ironischen Prolog, die karnevalistischen Besucher zum Nachdenken anregte, um teilweise selbstkritisch in den Spiegel zu schauen.

Verzauberten das Bürgerhaus mit ihren Tänzen: die Große Garde der Krunekroane. Foto: Klaus-Dieter Stade

Zeit für die Minigarde der Krunekroane, die von Theresia Berns und Nadja Reimer bestens auf diesen Abend vorbereitet wurden, das närrische Eis mit einem viel umjubelten Gardetanz zu brechen. Überhaupt zeigte sich im Rahmen des ersten bunten Abends, dass gerade die Tanzgarden der Kranenburger Karnevalsgesellschaft für beste Unterhaltung sorgten. Denn sowohl die Teenys, trainiert von Sina Winterberg und Maren Reimer, wussten mit ihrem Show- und Gardetanz ebenso zu überzeugen, wie die gleichfalls viel umjubelte Große Tanzgarde die, betreut von Birgit Derks und Sonja Langenberg, an diesem Abend in Sachen Rhythmik und Choreographie nichts zu wünschen übrig ließ. Einfach nur sehenswert, was die Mädels allesamt auf die Krunekroane-Bühne zauberten und zu dem der Beifall und die Bravo-Rufe nicht enden wollten, sie rockten den Saal. Zugabe!

Bravo hieß es aber auch für die Akteure, die in Kranenburgs guter Stube für so manche Lachsalven sorgten. So zum Beispiel für Reimund van Laar, der als Spielleiter höchst selbst in die "Narrentonne" stieg, um dem Publikum einen ungeschminkten Einblick in das Rentnerleben zu geben. Oder auch Elisabeth Schneiders und Ulla Lohmann, die als alt bewährtes Team mit viel Lokalkolorit ein spitzenmäßiges "Waldgeflüster" zum Besten gaben. Und als noch Sandra Hollands als "eine Duftige", Sabine Bartjes als "Schulmädchen mit Hund", Marko Cox, Yannik und Norbert Cloosters gemeinsam mit Reimund van Laar auf einer "Baustelle" vom närrischen Leder zogen, gab es kein Halten mehr. Der Saal tobte, da mussten einfach die Freudenraketen gezündet werden, die auch die Arbeitsbienen mit dem Schlussstück "Das wahre Märchen vom (R) Humpelstielzchen" verdient hatten.

Aber auch musikalisch gesehen drehten das Krunekroane-Duo Ulla Lohmann und Norbert Cloosters den Narrenbau auf links, wobei auch der gesungene Sketsch von Florian Jansen und Bianca Planken (Aspirin zum Frühstück) gleichfalls in den vergnüglichen, bunten Abend der Krunekroane passte, durch den mit Hans-Gerd Onckels erneut ein schlagfertiger Sitzungspräsident führte. Auch sehr zum Gefallen von Prinz Thommy, dem Umwerfenden Kranenburger Narrenoberhaupt, dass sich gemeinsam mit seinem Funkenmariechen Samira und der Garde schon lange auf dieses bunte, gelungene Heimspiel gefreut hatte. Und damit 3 x Kranenburg Helau!

(RP)