Tourismus-Messe Kleve: Die Region lockt immer mehr Touristen

Kreis Kleve : Die Region lockt immer mehr Touristen

Auf der Messe für Tourismus und Freizeit in Kalkar haben sich 230 Aussteller dem Publikum präsentiert. Immer mehr Übernachtungen im Kreis Kleve zu verzeichnen. Zahl der Ferienwohnungen soll in diesem Jahr die 400 übersteigen.

Es ist längst kein Geheimnis mehr: Immer mehr Besucher kommen an den unteren Niederrhein - da macht es Sinn, sich gezielt als Region zu vermarkten. Wie auf der Messe für Tourismus und Freizeit in Kalkar, auf der rund 230 Aussteller am Wochenende um die Gunst von Tausenden Besuchern geworben haben. "Für uns war es ein großer Erfolg. Bis zum Sonntagvormittag hatten wir alleine elf konkrete Anfragen von Menschen aus dem Kreis Kleve, die eine Ferienwohnung eröffnen wollen", sagt Hans-Josef Kuypers, Wirtschaftsförderer des Kreises Kleve. Insgesamt 393 dieser Domizile gibt es bereits zwischen Emmerich und Straelen, die 400er-Marke soll noch in diesem Jahr geknackt werden.

Besonders beliebt am unteren Niederrhein: Radwandertourismus. "Uns werden die Broschüren für die Fahrradfahrer buchstäblich aus der Hand gerissen", sagt Kuypers. Die sind nicht nur bei Besuchern begehrt, sondern auch bei Einheimischen. Speziell konzipierte Fahrradtouren führen samt reich bebildertem Kartenmaterial an Sehenswürdigkeiten im Kreis Kleve vorbei. "Die Resonanz ist wirklich gut. Für uns hat es sich wieder gelohnt, herzukommen", meint der Wirtschaftsförderer. Zusätzlich werben die Gemeinden des Kreises mit besonderen Angeboten: Draisinen-Fahrten in Kleve, Spargel aus Walbeck, der historische Ortskern von Kalkar.

Und doch sind es nicht die einzelnen Ortschaften, die Besucher locken - es ist die gesamte Region. Touristen ist schließlich egal, wo der Kreis Kleve aufhört und der Kreis Wesel beginnt. "Die meisten unserer Besucher kommen für Tages- und Wochenendausflüge in die Region", sagt Ina Abels-Vehns von der Entwicklungsagentur Wirtschaft im Kreis Wesel. Am liebsten mit dem Fahrrad - und am liebsten am Rhein entlang. Dazu gibt es am Stand Kultur und Handwerk zu sehen, selbst gebrautes Bier und Ausflugstipps.

Die Konkurrenz für den unteren Niederrhein ist hoch: Nicht nur Ausflugsgebiete aus NRW buhlen um die Aufmerksamkeit der Messebesucher. Von der Nordseeküste der Niederlande bis zu den Nordseekrabben aus dem schleswig-holsteinischen Büsum reicht das Angebot. Alle Seiten profitieren: Die Besucher nutzen Messe-Angebote und können sich Anregungen für den nächsten Urlaub holen, die Urlaubsgebiete selbst vermelden steigende Buchungszahlen. Wenn nicht direkt auf der Messe, dann doch im Zeitraum danach. "Wir sind jetzt zum zweiten Mal in Kalkar dabei. An den Postleitzahlen der Buchungen konnten wir bereits im vergangenen Jahr einen deutlichen Anstieg für die Zeit nach der Messe erkennen", sagt Sylke Lukas vom Bergisches Land Tourismus Marketing. Und auch dort - wie könnte es anders sein - wirbt man als Radwanderregion.

Wem das zu sehr vor der Haustür ist, hat natürlich auch die Möglichkeit, mit gepackten Koffern reißaus zu nehmen. "Wenn die Reise etwas länger dauern darf, sind Kreuzfahrten extrem beliebt", sagt Nadine Spronk-Jaensch vom Reisebüro Jaensch. "Die Fahrten sind günstiger geworden, alle großen Reedereien nehmen jährlich ein neues Schiff in Betrieb", meint die Touristikerin.

Bei so viel Zuspruch freuen sich auch der Veranstalter der Messe und nicht zuletzt das Wunderland Kalkar als Vermieter der Halle. "Eines haben wir aber dringend nötig", sagt Han Groot Obbink vom Wunderland: "Parkplätze, Parkplätze Parkplätze..."

(lukra)