Kleve: Kurt Otten verkauft "Allround Sports"

Kleve : Kurt Otten verkauft "Allround Sports"

Das Sport- und Gesundheitszentrum in Klever Tichelpark wechselt den Besitzer. Das Unternehmen salvea aus Krefeld übernimmt die gut 60 Mitarbeiter. Ein ambulantes Rehazentrum wird integriert. Drei Tennisplätze fallen weg.

Nach 20 erfolgreichen Jahren als Geschäftsführer des Allround Sports im Klever Tichelpark hat Kurt Otten das Sport- und Gesundheitszentrum an die Firma salvea verkauft, Dachmarke für mehrere eigenständig agierende Gesellschaften der inoges ag. mit Stammsitz in Krefeld. "Irgendwann habe ich den Entschluss gefasst, etwas kürzer zu treten und das Unternehmen in andere Hände zu legen", sagt Otten, der in Kürze sein 65. Lebensjahr vollendet. Ganz ausscheiden wird er freilich nicht: "Ich bleibe in den kommenden zwei Jahren als Berater tätig."

Sorgen, dass das Allround Sports seinen Charakter verliert, muss sich niemand machen. "Bewährte Dinge bleiben erhalten und werden noch verbessert", betont Kurt Otten. Da die zusätzliche Integration eines ambulanten Rehazentrums für einen orthopädischen und neurologischen Bereich geplant ist, sind bauliche Maßnahmen allerdings unabdingbar, wie Otten einräumt: "Es muss Platz geschaffen werden". So fallen zur nächsten Wintersaison drei der fünf Tennisplätze weg. Die vier Badmintonfelder bleiben erhalten, ebenso der großzügig konzipierte Sport- und Gesundheitsbereich. Patrick Prehn fungiert weiterhin als Geschäftsführer, auch alle 60 Mitarbeiter werden übernommen.

"Das Allround Sports ist mein Kind, das ich in 20 Jahren großgezogen habe. Meine Vision war immer, aus einer Sportanlage ein Gesundheitszentrum zu formen. Das ist recht gut gelungen", zieht Kurt Otten eine positive Bilanz seines Wirkens im Tichelpark. "Ich bin froh, dass wir jemanden gefunden haben, der die Anlage in meinem Sinne weiter führt." Das Allround Sports hat in den vergangenen zwei Jahrzehnten eine rasante Entwicklung genommen. Der multifunktionale Sportkomplex war seinerzeit stark "Racket lastig" und hatte nur einen kleinen Fitnessbereich mit 400 Quadratmetern. Heutzutage erstreckt sich das Gesundheits- und Sportangebot auf gut 7200 Quadratmeter. Diplom-Sportlehrer, Sportlehrer, Physiotherapeuten und staatlich geprüfte Gymnastiklehrer sowie Sport- und Gesundheitstrainer kümmern sich um die Mitglieder.

Die Übergabe an salvea erfolgt bereits zu Beginn der kommenden Woche.

Der neue Betreiber beschäftigt bundesweit über 950 Mitarbeiter an Standorten in Nordrhein-Westfalen, Hessen, Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. salvea-Vorstandsvorsitzender Wolfgang K. Hoever kann auf 35 Jahre Engagement, Erfahrung und Kompetenz im Gesundheitswesen zurückblicken. Der Krefelder Unternehmer hat in den vergangenen Jahrzehnten eigene Visionen entwickelt. "Die Menschen müssen die verantwortung für ihre eigene Gesundheit übernehmen, mehr ihrem Instinkt vertrauen und Körpersignale wahrnehmen", sagt Hoever. "Das Gesundheitssystem krankt. Die Menschen müssen erkennen, dass sie die wichtigsten Bausteine im Gesundheitssystem sind."

(RP)
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