Weeze: Wildes Parken wird ein Umweltproblem

Weeze: Wildes Parken wird ein Umweltproblem

Längst leiden nicht mehr nur die Bürger von Wemb unter den Flughafengästen, die für die Zeit ihrer Reise ihr Auto "günstig", nämlich kostenlos, am Straßenrand der Wohnsiedlung abstellen. Bei steigenden Passagierzahlen wächst auch die Anzahl derjenigen, die ihr Fahrzeug in der Nähe des Airports parken wollen, ohne einen kostenpflichtigen Platz direkt am Flughafen bezahlen zu müssen.

In der jüngsten Weezer Sitzung des Bauausschusses kam das Thema "Park & Ride-Parkplatz" am Bahnhof auf. Der wird nach Feststellungen der Anwohner und der Verwaltung nämlich nicht nur von Bahn-Pendlern, sondern häufig von Flughafengästen "missbraucht".

Der Airport Weeze, für den die Parkgebühren eine wichtige Einnahmequelle sind, hat zwei Mitbewerber zum Thema Parken. Einmal "Valetparking" an der Alten Heerstraße, zum anderen "Easy Airport Parking" am Holtumsweg. Während diese beiden genehmigt sind, ist es nicht gestattet, dauerhaft Park & Ride-Plätze oder private Flächen wie die des Jägerhofs zu belegen. Kommunalpolitiker sprachen in der Sitzung an, dass inzwischen auch an der Industriestraße östlich der B 9 wild geparkt wird. Und wo immer dies auf nicht versiegelten Flächen geschehe, seien Umweltschäden zu befürchten. Autos, die wochenlang auf einer Stelle stehen, verlieren schon mal ein paar Tropfen Öl – ein ökologisches Problem. Zumal, wenn die betreffenden Straßenzüge oder Plätze regelmäßig "wild" zugeparkt werden. Was im Internet sogar ganz offen empfohlen wird.

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Die Verwaltung habe sich, hieß es in der Sitzung, schon Gedanken gemacht, zumindest den Park & Ride-Parkplatz mit Schranke und elektronischem Erfassungssystem zu schützen. Kosten und Machbarkeit stünden jedoch noch nicht fest.

(nik)
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