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Kaarst: Sportlerheim Vorst: Stadt will Neubau aufschieben

Kaarst : Sportlerheim Vorst: Stadt will Neubau aufschieben

Eigentlich wollte der Bau- und Umweltausschuss am Mittwoch grünes Licht geben für die Genehmigungsplanung für das neue Domizil der Sportfreunde Vorst. Vor allem CDU und SPD hatten sich im Sportausschuss dafür ausgesprochen, das Projekt bereits in 2013 zu realisieren, ungeachtet der angespannten Haushaltslage.

Im Umweltausschuss machte der Technische Beigeordnete Manfred Meuter jetzt allerdings deutlich, dass die Verwaltung diese Vorgehensweise nicht empfehlen kann — "mit Rücksicht auf die veränderte Finanzlage". Der Ausschuss-Vorsitzende Christian Gaumitz riet, auf einen Beschluss zu verzichten, zumal das Thema bereits am Donnerstag auf der Tagesordnung des Haupt- und Finanzausschusses stehen wird.

Im Sportausschuss hatte Anneli Palmen (SPD) angeregt, die Kosten auf 590 000 Euro zu deckeln und das Sportlerheim dann zügig zu errichten. Rainer Milde (CDU) brachte ein Argument, das für eine schnelle Umsetzung spricht: Kunstrasenplatz und Sportlerheim sollten zeitgleich realisiert werden.

Sportdezernent und Kämmerer Heinz Dieter Vogt begrüßt zwar, dass durch in Aussicht gestellte Eigenleistungen der Sportfreunde Vorst, eine Holzrahmenbauweise der ersten Etage sowie durch den Verzicht einer Behindertenrampe die Kosten deutlich gesenkt werden konnten. Dennoch wies er auf Folgendes hin: "Im Haushalt 2012 stehen knapp 50 000 Euro zur Verfügung, für 2013 waren 332 000 Euro vorgesehen. Es bleibt also eine Finanzierungslücke von 210 000 Euro. Darüber muss im Rahmen der Haushaltsberatungen gesprochen werden."

Beschleunigt werden könne das Projekt durch das haushaltspolitische Instrument der überplanmäßigen Ausgabe. Trotzdem müsse erörtert werden, ob es die Möglichkeit gibt, Kunstrasenplatz und Sportlerheim zeitlich versetzt zu errichten. Vogt gab zu bedenken, dass noch etliche andere Investitionen anstehen: So müssten allein rund 11 Millionen Euro in den Ausbau der Kindertagesstätten gesteckt werden, um genügend Platz zu bieten für die Aufnahme von Kindern unter drei Jahren.

(barni)