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Kaarst: 100 000 Euro weniger für Sportlerheim-Bau

Kaarst : 100 000 Euro weniger für Sportlerheim-Bau

Durch Eigenleistungen des Fußballvereins und andere Maßnahmen können die Kosten für das Sportlerheim in Vorst gesenkt werden.

Immerhin klare Absichtserklärungen der Fraktionen zum Sportlerheim gab es auf der Sondersitzung des Bau- und Umweltausschusses — Beschlüsse wurden jedoch nicht gefasst. Entschieden wird am Mittwoch in einer gemeinsamen Sitzung des Planungs- und Bauausschusses. Dann wird es zunächst darum gehen, die Genehmigungsplanung voranzutreiben. Das Thema "Sportlerheim Vorst" kommt anschließend auf die Tagesordnung des Stadtrates am 6. Dezember.

Die Ausschussmitglieder begrüßten, dass die Kosten hatten reduziert werden können, und zwar unterm Strich um gut 100 000 Euro auf jetzt 642 500 Euro. Der mit der Planung beauftragte Architekt Jakob Post erläuterte die Einsparungen. So war gemeinsam mit den Sportfreunden Vorst entschieden worden, die Umkleiden und Duschen ins erste Obergeschoss zu verlegen und die Clubräume ins Erdgeschoss.

Damit entfällt die Notwendigkeit, das 1. Obergeschoss behindertengerecht zu erschließen. Gut 50 000 Euro bringt der Verzicht auf die sonst erforderlich gewordene Rampe.

Erfreut nahmen die Ausschussmitglieder auch zur Kenntnis, dass der Fußballverein bereit ist, Eigenleistungen zu erbringen. Geschäftsführer Michael Börgers geht davon aus, dass Fliesen-, Maler- und Schreinerarbeiten in Eigenregie erledigt werden können. Das bedeutet eine Einsparung von insgesamt gut 50 000 Euro. Dass das Obergeschoss im Gegensatz zum Erdgeschoss nicht in Massivbauweise, sondern in Holzrahmenbauweise errichtet wird, hat neben günstigen Auswirkungen auf die Kosten, die jedoch nicht näher beziffert wurden, auch den Vorteil, dass insgesamt acht Monate Bauzeit ausreichen sollen.

Rainer Milde (CDU) signalisierte Zustimmung seitens seiner Fraktion. Und: "Das Sportlerheim muss im kommenden Jahr gemeinsam mit dem Kunstrasenplatz errichtet werden, alles andere wäre ein Schildbürgerstreich." Claude Koeppe (Die Grünen) machte keinen Hehl aus ihrer Enttäuschung: "Wir hatten mit den Sportfreunden darüber gesprochen, dass der Kunstrasenplatz auf dem bestehenden Sportplatz errichtet werden könnte und das bestehende Vereinsheim mit Hilfe der Stadt und des Vereins saniert werden könnte. Der Verein war damals nicht abgeneigt."

Anneli Palmen (SPD) regte an, die Kosten auf 590 000 Euro zu deckeln und dann zügig an die Umsetzung zu gehen. Den Vorschlag der Grünen nannte sie "eine Rolle rückwärts": "Die Grünen haben sich doch die Nachhaltigkeit auf die Fahnen geschrieben." Der Technische Beigeordnete Manfred Meuter mahnte ebenfalls zur Eile: "Wenn bereits in 2013 gebaut werden soll, dann muss spätestens im Dezember der Auftrag an den Architekten Post vergeben werden." Laut Heinz-Gerhard Klein vom Hochbauamt ist die Baugenehmigung zwei Jahre gültig.

Ein Trost für den Fall, dass aufgrund der sich verschlechternden Haushaltslage die Umsetzung des Projektes in 2013 wider Erwarten doch nicht möglich sein sollte.

(barni)