Büttgen: Fraktionen stellen Forderungen für Birkhofstraße

Baugebiet in Büttgen : Fraktionen einig über Wohnkonzept

Es ist mit das größte Bauprojekt, über das derzeit beraten wird. CDU, SPD, Grüne und FDP wollen an der Birkhofstraße in Büttgen verschiedene Wohnformen realisieren.

Umso ungewöhnlicher ist es, dass es fraktionsübergreifend einen Konsens dazu gibt, was im westlichen Teil der Birkhofstraße entstehen soll. Die Fraktionen der CDU, SPD, Grüne und FDP haben in einem gemeinsamen Antrag der Vermarktung der Freifläche Birkhofstraße einen Rahmen gesetzt, um verschiedene Wohnformen zu realisieren. Dabei soll Wohnraum zur Eigentumsbildung ebenso wie auch Mietwohnraum geschaffen werden.

„Die Verwaltung wurde beauftragt, mit den verschiedenen Projektträgern, die bereits ihr Interesse bekundet haben, in konkrete Verhandlungen zu treten“, erklärten die Fraktionsvorsitzenden gemeinsam. Neben Cohousing, das Wohnraum für Jung und Alt schafft, soll preisgedämpftes „junges Wohnen“ entstehen und öffentlich geförderte und freifinanzierte Seniorenwohnungen der „Senioreninitiative 55+“ und Eigentumswohnungen realisiert werden.

Im Sinne des Klimaschutzes wollen die Fraktionen eine einheitliche Energieversorgung, ein Blockheizkraftwerk wie auch Photovoltaik schaffen. „Wir wollen zügig Baurecht schaffen, damit diese Konzepte umgesetzt werden, aber auch im übrigen Plangebiet freistehende Einfamilienhäuser und drei bis vier Stadtvillen entstehen können“, erklären die Fraktionsvorsitzenden. Großen Wert legen sie aber auch auf den Bau eines Radweges an der Birkhofstraße wie auch eine Fußgänger- und Radfahrerbrücke im nordöstlichen Bereich.

Der Bedarf an Wohnraum sei an dieser Stelle wie andernorts unverändert hoch, und es werde ein Baugebiet geschaffen, das allen Bedürfnissen gerecht werden soll. „Es entsteht ein Wohnmix mit attraktiven Projekten, die es bislang in Kaarst noch nicht gibt. Zusammen mit dem Bau der Gesamtschule, eines Ärztehauses und einer weiteren Kita wird Büttgen ein modernes und junges Gesicht bekommen“, heißt es seitens der Fraktionen.

An der Birkhofstraße wird preisgedämpftes Wohnen angeboten. Das bedeutet: Der Vermieter verpflichtet sich dazu, einen geringeren Mietzins zu nehmen. Das kommt gerade jungen Leuten entgegen. Eine preisgedämpfte Wohnung an der Birkhofstraße soll rund 300 Euro Kaltmiete kosten. „Normalerweise haben wir unterschiedliche Vorstellungen in den Fraktionen, gerade beim Thema Wohnen. Aber hier ist es uns gelungen, einen gemeinsamen Antrag zu erstellen. Das ist ein sinnvolles Gleichgewicht aller Belange“, sagt Lars Christoph (CDU). Bürgermeisterin Ulrike Nienhaus findet es „spannend“, was an der Birkhofstraße geplant ist. „Dort entstehen alle Wohnformen für alle Generationen“, sagt Nienhaus: „Die Mischung ist in diesem Areal ideal. Das Projekt kann zukunftsweisend für unsere Stadt sein.“

(NGZ)