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Malerin Meral Alma aus Jüchen spendet Bild für Düsseldorfer Universität

Malerin Meral Alma spendet ein Bild : Malerin spendet Großbild für die Uni

Das Werk von Meral Alma hängt jetzt in einem Lehrsaal. Ihr Atelier ist für die Künstlerin ein Rückzugsort, an dem sie die Pandemie zeitweise aussperren kann.

Der in Hochneukirch aufgewachsenen Meral Alma ist ihr internationaler Erfolg als hochdotierte Malerin nicht zu Kopf gestiegen. Im Gegenteil: Bodenhaftung und soziale Verantwortung zeigt sie regelmäßig durch Spenden und gemeinnützige Aktionen. Jetzt hat sie ein opulentes Gemälde für den größten Hörsaal der Medizinischen Fakultät der Düsseldorfer Heinrich-Heine-Universität gespendet.

Zuvor engagierte sich die 35-Jährige bereits bei einer Aktion, bei der für Krankenhäuser in London 250 Corona-Schutzschilde gebaut wurden. Sie spendete ein großes Engel-Bild für das Düsseldorfer Kinderhospiz Regenbogenland, wo sie mit Kindern auch eine Malaktion gestaltete. Furore machte Meral Alma im vergangenen Jahr mit Deutschlands größtem Bild. Wie wir berichteten, hängt ihr „Zirkus des Lebens, Teil IV“ jetzt in Karlsruhe am Bahnhofsvorplatz.

Für das neue Jahr hatte Meral Alma schon angedeutet, sie werde die Glasmalerei fortsetzen. Darstellen wolle sie bekannte Frauen aus der Wissenschaft. Das jetzt von ihr gespendete Frauenbild ist zwar schon eine ältere Arbeit. Es passt aber zu der Namensgeberin für den Hörsaal. Gewidmet ist der größte Hörsaal der Medizinischen Fakultät jetzt Professorin Selma Meyer (1881-1958). Sie war 1922 als erste Frau im Fach Pädiatrie und als zweite Frau an einer deutschen Medizinischen Fakultät habilitiert. 1927 wurde sie an der Medizinischen Akademie Düsseldorf zur außerplanmäßigen Professorin für Kinderheilkunde ernannt. Die Jüdin bekam aber ab 1933 unter den Nazis Berufsverbot und konnte in letzter Minute in die USA fliehen, wo sie weiter wissenschaftlich arbeitete.

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Meral Alma versteht ihr gespendetes Bild als Würdigung einer Pionierin. Das Gemälde trägt den Titel „Königin“. Das Bild auf Glas im Format zwei mal 2,65 Meter zeigt eine Frau mit geschlossenen Augen und Krone. Eigentlich wollte die Universitätsleitung zu einer offiziellen Feier einladen, die nun aber wegen der Corona-Krise nicht stattfinden kann.

Alma leidet natürlich auch unter den Corona-bedingten Beschränkungen, doch sie zieht sich zum Arbeiten in ihr Atelier zurück und sperrt die Seuche so zumindest zeitweise aus. Sie sagt: „Es gibt viele schlimme Aspekte, die mit Corona und der Coronakrise hier und überall auf der Welt verbunden sind. Ich kann jedoch - verglichen mit anderen - weiter in mein Atelier gehen und meiner Arbeit nachgehen. Alles andere wird sich zeigen. Für alles, was in den letzten Monaten nicht stattfinden konnte, werden sich hoffentlich neue Termine finden können.“ Eine ausgefallene öffentliche Feierlichkeit, wie etwa. für die Widmung des Hörsaales, sei sicher unerfreulich, rücke jedoch vor diesen ganzen Entwicklungen stark in den Hintergrund.