Jüchen: Aldenhovener Schützen feiern mit König Matthias Topphoff

Am Dienstag wird der neue Kronprinz ermittelt : Aldenhovener Sebastianer feiern mit König Matthias Topphoff

Elsbeth (90) und Antonius Topphoff (91) waren 1992/93 das Schützenkönigspaar in Aldenhoven. Sie haben sechs Kinder, 19 Enkel und acht Urenkel. Am Samstag waren sie im Festzelt, weil einer ihrer Enkel der neue Schützenkönig im Dorf ist, und einer der jüngsten noch dazu: Der 25 Jahre alte Matthias Topphoff bekam von Präsident Joachim Schröder Königssilber und Zepter überreicht. An seiner Seite: Königin Sabrina Förster.

Das war ein Auftakt nach Maß: Während es am Samstag bis 18 Uhr ungewöhnlich stark regnete, war das Wetter wieder schön, als gegen 19 Uhr das Kronprinzenpaar und das Kaiserpaar abgeholt wurden. Königsoffizier Dennis Mattheisen kennt den König seit frühester Kindheit, er könnte sicher eine Menge Lausbubengeschichten erzählen. Er beschränkte sich auf eine, nämlich die, als die beiden 16-Jährigen mit dem Auto zu McDonalds fuhren und prompt von der Polizei erwischt wurden. Mittlerweile lenkt der König bei einer Großgärtnerei in Willich selbst einen 40-Tonner so sicher, dass keine Polizeistreife auf ihn aufmerksam wird.

Mattheisen sprach in seiner auch über die Königin: „Sie hat so eine tolle Figur, weil sie viel Sport treibt“, verriet der Königsoffizier und nannte Sabrina Förster, die nach ihrem Studium bei derselben Gärtnerei arbeitet wie ihr König und Lebensgefährte, „die Rasenmäher-Queen von Aldenhoven“. Das Königspaar habe sich an der Theke kennengelernt – an welcher, wollte er nicht verraten.

Am Sonntag stand die erste Parade bereits am frühen Vormittag auf dem Programm, die Aldenhovener bringen rund 120 eigene Schützen auf die Straße. Am Abend wurde der Schützenball gefeiert. Am Montag geht es um 10.30 Uhr mit dem Frühschoppen weiter, auf die Parade gegen 17 Uhr folgt um 20 Uhr der Königsehrenabend. Am Dienstag wird es spannend, wenn ab 17 Uhr der neue König ermittelt wird: „Ob es einen Bewerber geben wird, ist so geheim, dass selbst ich davon nichts weiß“, erklärte Joachim Schröder gegenüber unserer Redaktion.

Bastian Schmidt, Oliver Döring, Holger Witting und Frank Massier bekamen das Silberne Verdienstkreuz verliehen, über den Hohen Bruderschaftsorden freute sich Matthias Olbertz. Das Sestastianus-Ehrenkreuz ging an Karl-Heinz Kessel und Anton Böhmer.

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