Der Nabu in Jüchen rät: Grüne Oasen statt Steinwüsten

Vorgärten in Jüchen : Grüne Oasen statt Steinwüsten

Der Nabu gibt Tipps für die Anlage von Vorgärten mit Pflanzen. Dabei sollten auch keine Pflanzen mit offenen Blüten mit Nektar und Pollen für viele Insektenarten fehlen.

Trotz Klimawandel und Insektensterben werden immer noch Vorgärten als „Steinwüsten“ gestaltet. Das stellt der Naturschutzbund (Nabu) in Jüchen fest.  „Damit meinen wir, dass Vorgärten mit Steinen oder Schotter ausgelegt werden. Oft kommt vorher noch eine Folie zum Einsatz, die Unkrautwuchs und auch das Versickern von Niederschlagswasser teilweise verhindert. Es ist so ein Status erreicht worden, den wir nie für möglich gehalten haben und ihn auch aus der Sicht des Natur- und Umweltschutzes  ablehnen“, betont der Nabu in Jüchen.

Die Anlage der „steinernen“ Vorgärten werde oft mit Arbeitsersparnis begründet. Doch sie würden durchaus Arbeit bescheren, heißt es beim Nabu. Schließlich würden sich mit der Zeit Staub und Laub zwischen den Ritzen der Steine ablagern und Moose, Gräser und kleine Sämlinge ausbreiten, die dann entfernt werden müssten. „Zugegeben, das Anlegen einer schönen Blumenrabatte im Vorgarten bedarf zunächst etwas Vorbereitung und auch Arbeit. Auf jeden Fall muss erstmal sämtliches Wurzelunkraut, wie zum Beispiel Girsch, rigoros entfernt werden“, erklärt der Naturschutzbund.  Und nach dem Pflanzen der Stauden und Gehölze sollte auch gemulcht werden, um den Boden vor der Austrocknung zu schützen. Wenn dabei organisches Material, wie beispielsweise Rindenmulch, zum Einsatz komme, sollte vorher – so rät der Naturschutzbund – mit einem stickstoffbetonten Langzeitdünger gearbeitet werden.

„Aber spätestens nach zwei oder drei Jahren, wenn der Vorgarten erst einmal eingewachsen ist, werden auch die Pflegeintervalle immer länger“, betont der Nabu. Besonders, wenn Bodendecker, beispielsweise Storchenschnabel oder Waldmeister, eingeplant worden seien.

„Und mit einem schönen bepflanzten Vorgarten hat man gleichzeitig etwas für die Optik und gegen den Klimawandel getan. Natürlich sollten auch keine Pflanzen mit offenen Blüten mit Nektar und Pollen für viele verschiedene Insektenarten fehlen“, erläutert der NABU Jüchen zu der Anlage eines blühenden statt steinernen Vorgartens.

(NGZ)