Jüchen: Große Spiel-Sport-Show mit Krimi-Einlage

Jüchen: Große Spiel-Sport-Show mit Krimi-Einlage

Hunderte Zuschauer verfolgten das Sportevent in der Peter-Giesen-Halle zu Ehren der 98 Gemeinde- und 113 überörtlichen Meister.

In Garzweiler ist ein Mord geschehen. Ermittler aus ganz Deutschland fahnden nach dem Täter - die aktionsgeladene Herangehensweise ist innovativ. Und sie begeistert die zahlreichen Zuschauer der 28. Auflage der Spiel-Sport-Show, die der Gemeindesportverband Jüchen gemeinsam mit der Gemeinde jährlich zu Ehren der Gemeinde- und überörtlichen Meister veranstaltet.

Es handelt sich natürlich nicht um einen echten Mord. Und es sind auch keine echten Kriminalpolizisten, die den Mörder suchen und dabei Räder und Salti schlagen. Die Geschichte haben sich die jungen Mitglieder des TV Jüchen unter der Leitung von Jürgen Odenkirchen und Sandra Klitsch ausgedacht - und den Tatort kurzerhand turnerisch auf die sogenannte Airtrackmatte verlegt. Damit haben sie einen fulminanten Auftakt inszeniert.

Ihnen folgten viele weitere sportliche wie tänzerische Darbietungen. "Mit unserem Show-Programm wollen wir unsere Meister ehren und das Publikum unterhalten", erklärte Heinz Kiefer, Vorsitzender des Gemeindesportverbandes Jüchen. Er betonte: "Sich zu bewegen und etwas für seine Fitness zu tun, macht im Verein besonders viel Spaß. Sport ist aber mehr als nur körperliche Ertüchtigung. Er dient dem sozialen Miteinander, schafft Freude und Ausgleich für die Belastungen des Alltags."

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Begeistert vom Programm zeigte sich auch Harald Zillikens, Bürgermeister und "Hausherr" in der Peter-Giesen-Halle. "Diese Veranstaltung setzt ein Zeichen und bringt den Stellenwert des Sports in unserer Gemeinde augenscheinlich zum Ausdruck", sagte er. "Die Gemeinde Jüchen hat für den Sport viel getan und wird es auch als Stadt weiterhin tun."

Nachdem Stefan Heckhausen als zweiter Vorsitzender des Gemeindesportverbandes zahlreiche Gäste aus Politik und Sport - darunter auch Bundestagsabgeordneten Ansgar Heveling - begrüßen konnte, tanzte die Jugendtanzgruppe des VfL Otzenrath zu Justin Timberlakes Hit "Can't stop the Feeling". Die Line-Dance-Gruppe der Sportgemeinschaft Rot-Weiss Gierath brachte den wilden Westen nach Garzweiler und zeigte eine Choreographie zu "Line Dance Fever". In die 50er-Jahre entführten die vielfach prämierten und amtierenden Deutschen Meister im Discofox, die Flashlights der Tanzschule Happy Dance aus Mönchengladbach, mit ihrer mitreißenden Show zur Musik von "Grease". Natürlich wurden auch diejenigen in den Fokus gerückt, für die die Veranstaltung eigentlich gedacht ist: 98 Gemeinde- und 113 überörtliche Meister wurden geehrt. Wer nicht vor Ort sein konnte, dem überreicht der Postbote die Urkunde.

"Die einzelnen Gruppen haben sich wieder Einiges einfallen lassen, um die Zuschauer mitzureißen", so Kiefer. So entführte die Rhönrad-Gruppe der SG RW Gierath sie nach Pandora, die Show-Tanzgruppe "Tujalon" des TuS Jahn Mönchengladbach thematisierte den Nintendo-Helden "Super Mario", und die Einrad-Leistungsgruppe der SG RW Gierath zelebrierte den "Tag der Toten", den man aus Mexico kennt - stilecht als bunte Totenköpfe geschminkt. "Die Vielfalt der Aufführungen spiegelt den sportlichen Facettenreichtum der Gemeinde wider", sagte Kiefer. "Aber das alles wäre nicht möglich ohne den Einsatz der Ehrenamtlichen."

(NGZ)
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