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Grevenbroich: Stadt geht gegen wilde Müllkippen vor

Grevenbroich : Stadt geht gegen wilde Müllkippen vor

Allein im Juli wurden der Stadt 24 wilde Müllablagerungen gemeldet. "Das ist schon sehr viel", sagt Klaus Gähl, Fachdienstleiter Umweltschutz im Rathaus. Die Funde reichen von Müllsäcken bis zu zerbrochenen Computer-Monitoren und Fernsehern, die in der Landschaft abgekippt wurden.

Seit Jahren sind wilde Müllkippen in der Stadt ein Ärgernis, und bereiten der Verwaltung viel Arbeit. Nun wurde die Abfuhr neu geregelt. Bislang sorgten die Zivildienstleistenden des Schneckenhaus-Teams für den Abtransport. Nun übernimmt das Unternehmen Alba West die Abfuhr und Entsorgung. Alba leert seit Anfang des Jahres auch die grauen, blauen und braunen Tonnen im Stadtgebiet.

Anlass für die Änderung: "Der Zivildienst lief Mitte des Jahres aus", erklärt Gähl. "Als wir die Entscheidung für die Abfuhr trafen, stand noch nicht fest, ob wir Kräfte aus dem Bundesfreiwilligendienst bekommen, wir brauchten aber Planungssicherheit." Ein Vorteil der neuen Lösung: Bislang wurde der gefundene Müll bei den Wirtschaftsbetrieben Grevenbroich zwischengelagert, Alba entsorgt nun die Funde sofort. Allerdings ist auch die Stadt, die mit Alba einen Vertrag geschlossen hat, weiter beteiligt: "Ein Mitarbeiter fährt zu den gemeldeten Kippen hinaus, fotografiert sie und sucht nach Spuren, die auf den Verursacher schließen lassen", erklärt Gähl. Wird der ermittelt, muss er mit einem Bußgeld oder — etwa bei gefährlichen Stoffen — sogar mit Strafanzeige rechnen.

Wer in der Natur, an Parkplätzen oder an Straßenrändern auf wilde Kippen stößt, wird gebeten, dies weiterhin der Stadtverwaltung zu melden. Ansprechpartner im Rathaus ist Sofie Bauer (Tel. 02181 608-448). Die Ablagerungen können aber auch weiterhin im Schneckenhaus (Tel. 02181 9199) und bei Umweltbeauftragtem Norbert Wolf (Tel. 0171 2913581) gemeldet werden.

Zuweilen handelt es sich beim Müll aber gar nicht um wilde Kippen. Gähl: "Manche stellen ihren Sperrmüll schon viele Tage vor dem Abfuhrtermin an die Straße, und dann suchen andere darin herum. Sperrmüll darf erst am Abend vor der Abfuhr hinausgestellt werden."

(NGZ)