Grevenbroich: Viele Wünsche zum Bad

Grevenbroich : Viele Wünsche zum Bad

Der eine wünscht sich eine Sauna oder ein Warmwasserbecken für Kinder, der andere ein komplett neues Bad am Hagelkreuz. Ganz unterschiedlich fallen die Wünsche der Grevenbroicher fürs neue Schwimmbad aus.

Im September trifft sich der Bad-Arbeitskreis, stehen Entscheidungen an. Cordelia Wüstefeld-Menke aus Neuenhausen war schon öfters im Schwimmbad in Wickrath — "das in etwas kleiner wäre eine gute Lösung für Grevenbroich". Dort gibt es beispielsweise etwa ein Ganzjahres-Außenbecken, "einen Strömungskanal — und ein Becken mit warmem Wasser. Im Schlossbad ist das Wasser zu kalt, für Kinder fast unzumutbar", so Wüstefeld-Menke. Wichtig sei, dass auch Erwachsenen ein Becken geboten werde.

Das von den NVV betriebene Wickrather Schloss-Bad hält auch Karl-Heinz Kamps für ein gutes Vorbild, "nur das Freibad ist dort zu klein". Der 65-Jährige spricht sich für den Erhalt und die Renovierung des Bades aus. "Ich bin ein Fan des Schlossbades", sagt der Sportzeichen-Obmann des TV Orken.

Den Blick über den Tellerrand empfiehlt Elmi Laube aus Laach. "Wieso soll es wieder ein Frei- und ein Hallenbad geben?", fragt sie. Die Bäder in Düsseldorf-Niederheid oder im Höhenbergbad in Köln hätten "relativ kleine Außenbecken, die aber zum Abkühlen im Sommer völlig ausreichen." Sinnvoll wäre auch "eine kleine, separate Saunaanlage".

Für ein komplett neues Bad spricht sich Hans-Ewald Gentges (69) aus: "Am Schloss ist zu wenig Platz. Man sollte überlegen, am Hagelkreuz ein richtig schönes Schwimmbad mit Sauna und vielleicht einem kleinen Café zu errichten", so der Wevelinghovener. "Klar ist, dass es ein solches Bad nicht zum Nulltarif gibt. Aber ich wäre als Besucher dann auch bereit, ein paar Euro mehr auszugeben." Mit Blick auf die leere Stadtkasse plädiert Klaus Stemmer aus Langwaden für eine "einfache und bedarfsgerechte Lösung".

Das marode Hallenbad müsse neu gebaut werden. Beim Freibad reiche der "Einzug einer Edelstahlwanne wie in Düsseldorf-Lörick. Das Freibad liegt schön inmitten einer erhaltenswerten Landschaft." Auf eine Sauna solle verzichtet werden. Das meint auch der frühere CDU-Ratsherr Hans Hammelstein, der zudem gegen eine Verkleinerung der Wasserfläche ist. "Die verschlingt Geld und macht das Bad unattraktiv."

(NGZ)