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Grevenbroich: Neusser Oberpfarrer hilft in fünf Gemeinden aus

Grevenbroich : Neusser Oberpfarrer hilft in fünf Gemeinden aus

Monsignore Guido Assmann wirkt ab 1. März als Pfarrverweser im Seelsorgebereich Elsbach/Erft. Jetzt besucht er die Gemeinden.

Es sind seine letzten Tage im Amt: Zum 1. März verlässt Pfarrer Willi Steinfort die Pfarreiengemeinschaft Elsbach/Erft endgültig, vorläufig führt Monsignore Guido Assmann die Geschäfte als Pfarrverweser fort — bis ein endgültiger Nachfolger für Steinfort gefunden ist. Die Frage, wie die Übergangszeit konkret gestaltet wird, beschäftigt die Gemeindemitglieder. Schließlich verliert die Pfarreiengemeinschaft in Steinfort ihren leitenden Pfarrer.

Bald ist Schluss mit der Spekulation: Zunächst kommt Monsignore Assmann morgen, 27. Februar, zum Antrittsbesuch und stellt sich im Pfarrgemeinderat vor. Joachim Keuchel, Vorsitzender des Pfarrgemeinderates, betont: "Danach besucht Monsignore Assmann dann die Gemeinden in den Gottesdiensten und stellt sich dort vor."

Für die 13 368 Katholiken in der Pfarreiengemeinschaft Elsbach/Erft ist es der erste Schritt in die Zukunft. Zur Pfarreiengemeinschaft gehören die fünf Kirchengemeinden St. Goerg Neu-Elfgen, St. Peter und Paul Stadtmitte, St. Stephanus Elsen, St. Mariä Geburt Noithausen und St. Mariä Himmelfahrt Gustorf.

Offiziell verabschiedet wurde Willi Steinfort schon vor rund einem Monat. Zwar hat er die Amtsgeschäfte noch bis einschließlich Donnerstag inne. Doch bevor er am 1. März seine neue Stelle als Diözesanrichter am Offizialat in Köln sowie als Subsidiar in Düsseldorf-Benrath/Urdenrath antritt, nahm er noch eine Auszeit mit Resturlaub und Exerzitien. Der Übergang wurde so in kleinen Schritten eingeleitet. Schon bei den Gottesdiensten in diesem Monat waren die Pfarrer Ulrich Filler, dessen Abschied für den Sommer angekündigt ist, und Georg Breu verstärkt im Einsatz. Ab Ende der Woche übernimmt Monsignore Assmann nun die Amtsgeschäfte.

Joachim Keuchel freut sich bereits auf die Zusammenarbeit. "Ich kenne ihn noch aus meiner Jugend in Radevormwald", sagt er. Keuchel ist überzeugt, dass die Pfarreiengemeinschaft positiv von Assmann profitieren könne. Aus seiner hohen Meinung, die er von dem Geistlichen hat, macht Keuchel kein Hehl. Dennoch hofft man in der Pfarreiengemeinschaft, dass schnellstmöglich ein endgültiger Nachfolger für Willi Steinfort gefunden wird. Vom Erzbistum Köln gab es dazu gestern auf Anfrage unserer Zeitung keine Stellungnahme.

Monsignore Assmann hatte bereits nach Bekanntwerden seiner Berufung zum Pfarrverweser durch Erzbischof Joachim Kardinal Meisner erklärt: "Ab dem 1. März können sich Priester bewerben, das Erzbistum sucht gezielt." Er geht davon aus, dass die Stelle des leitenden Pfarrers so schnell wie möglich wieder besetzt werden soll. Für die Zeit der Vakanz will der Kreisdechant die Gemeinden nach Kräften unterstützen — er wird jedoch keine Seelsorge, sondern kommissarisch die Amtsgeschäfte seines Vorgängers übernehmen. "Ich möchte den Gläubigen und den Gremien vor Ort zur Seite stehen", hatte Monsignore Assmann betont.

(NGZ/rl)