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Grevenbroich: So teuer kann der wilde Müll werden

Grevenbroich : So teuer kann der wilde Müll werden

Die Abfall-Flut an vielen Stellen im Stadtgebiet hat zu heftigen Debatten in den Ratsgremien geführt, der Ärger bei Bürgern und Politikern ist groß. Am Mittwoch, 6. März, befasst sich der Umweltausschuss mit dem Entwurf für ein Anti-Müll-Konzept. Mit einem ganzen Maßnahmenkatalog will die Stadt gegen Umweltfrevler vorgehen – auch mit höheren Bußgeldern etwa für den auf dem Spielplatz ausgespuckten Kaugummi oder die liegengelassene Glasflasche. Die SPD hat zudem kürzlich eine Elf-Punkte-Liste erarbeitet, fordert härtere Strafen für Müllsünder. "Die Stadt muss im Jahr rund 100 000 Euro aufwenden, um Verunreinigungen und wilde Müllkippen zu beseitigen. Dieses Geld fehlt uns an anderen Stellen. Da muss etwas passieren", so SPD-Ratsherr Holger Holzgräber erbost.

Dabei müssen Umweltsünder schon jetzt mit beträchtlichen Geldbußen rechnen – wenn sie als Verursacher ermittelt werden. Bei wilden Müllkippen beispielswiese sichtet die Stadt den Fund, um dem Verursacher auf die Spur zu kommen. Wer beispielsweise eine größere Menge Sperrmüll einfach in der Landschaft entsorgt, muss mit einer Geldbuße von 410 bis 1530 Euro rechnen. Das sieht der "Bußgeldkatalog Umwelt" des Landes NRW vor. Ein Fernseher schlägt mit bis zu 150 Euro zu Buche, bei bis zu fünf Altreifen werden 80 bis 200 Euro fällig. Wer einen Kühlschrank oder eine Waschmaschine am Straßenrand stehen lässt, den erwartet laut dem Bußgeldkatalog eine Geldbuße von 100 bis 300 Euro. Auch Bauschutt und Erdaushub werdend leider häufig nicht ordnungsgemäß entsorgt, sondern in die Natur gekippt. Wer mehr als fünf Kubikmeter ablädt, muss mit einer Geldbuße von bis zu 5000 Euro rechnen.

(cso-)