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Grevenbroich: Neue Gesamtschule wird mit sieben Zügen starten

Grevenbroich : Neue Gesamtschule wird mit sieben Zügen starten

In Orken ist die Nachfrage größer als zunächst geplant. Die Käthe-Kollwitz-Gesamtschule musste 94 Kinder ablehnen.

Die neue Gesamtschule wird größer als zunächst geplant: Statt mit sechs Zügen wird sie am 4. September mit sieben fünften Klassen starten. Insgesamt 206 Anmeldungen liegen vor — davon wurden 58 Jungen und Mädchen zunächst an der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule (KKGS) abgelehnt. Die Nachfrage nach der KKGS war in diesem Jahr wieder deutlich höher als der Platz: 94 Kinder mussten dort abgelehnt werden.

Der Stadtrat hatte nach einer Befragung von Eltern aus Grevenbroich und Rommerskirchen entschieden, dass Grevenbroich eine zweite Gesamtschule erhalten sollte. Die Klassen 5 bis 7 sollen im Gebäude der Hans-Sachs-Schule in Orken lernen, Schüler ab Klasse 8 im Gebäude der ebenfalls auslaufenden Katholischen Hauptschule (KHS). Voraussetzung für den Schulstart war, dass mindestens hundert Kinder aus Grevenbroich dort angemeldet werden. Dass diese Zahl erreicht wurde, zeichnete sich bereits in der vergangenen Woche ab. Noch am vergangenen Freitag hatten Abstimmungsgespräche zwischen Dagmar Mitze, Rektorin der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule, und Susan Kletzin, Leiterin des Anmeldeteams für die neue Gesamtschule, stattgefunden. Am Dienstag wurden zudem die Informationen an die Eltern geschickt.

Wie es jetzt weitergeht, erläutert Stadtsprecher Andreas Sterken: "Wir werden nochmals Gespräche mit der Bezirksregierung über die Siebenzügigkeit der Gesamtschule führen." Die Bezirksregierung wird sich dann auch um die Einstellungen der Lehrer für die neue Schule kümmern.

Die Käthe-Kollwitz-Gesamtschule wird 112 Kinder aufnehmen — darunter auch Schüler mit Handicap — und mit vier fünften Klassen starten. Mehr Fünftklässler können an der auf vier Züge ausgelegten Schule nicht aufgenommen werden. 94 Kinder wurden abgelehnt, davon hatten 58 als Zweitwunsch die Gesamtschule II angegeben — diesem Wunsch konnte entsprochen werden. 36 Kinder hatten weder die Gesamtschule II noch die Sekundarschule Jüchen als Alterative angegeben: Sie müssen sich für andere Schulen entscheiden. Ab heute beginnt das Anmeldeverfahren für das Pascal- und das Erasmus-Gymnasium sowie für die Diedrich-Uhlhorn-Realschule in Wevelinghoven.

Am morgigen Freitag wird sich zudem vor dem Verwaltungsgericht in Düsseldorf entscheiden, ob eine "Bedingte Zweitanmeldung" für die auslaufende Realschule Bergheimer Straße möglich ist. Die Stadtverwaltung hatte dies bisher abgelehnt — auch, "damit die Kinder nicht auf der Straße stehen", sagt Thomas Staff, Leiter des Fachbereichs Schulen. Denn sollte im April der Bürgerentscheid für den Erhalt der Realschule scheitern, wären etwa die Plätze an den Gesamtschulen bereits vergeben.

(NGZ/ac)