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Grevenbroich: Erft in Flammen lockt Tausende

Grevenbroich : Erft in Flammen lockt Tausende

Viele tausend Grevenbroicher strömten zu "Erft in Flammen" am Alten Schloss, feierten mit Sänger Sven Kompaß und Feuerwerk. Im Gegensatz zu 2011 blieb das große Gedränge aus. 2013 wird das Event aber nicht wiederholt.

Sven Kompaß konnte lachen, auch wenn es am Vortag in der TV-Show "The Winner is ..." nicht für den Sieg und für eine Million Euro gereicht hatte. "Ich bin gut gelaunt, weil die Grevenbroicher gut gelaunt sind. Aber man muss das natürlich erst verarbeiten", sagte der 36 Jahre alte Wevelinghovener vor seinem Bühnenauftritt am Schloss. Dann sang er als Sven West mit seiner Band "Such a wonderful life". Klar, dass er für viele im heimischen Publikum der Star war.

Zum zweiten Mal verwandelte sich das Areal am Alten Schloss in eine große Partymeile. Für die einen standen geräumige Sessel als Freiluft-Lounge bereit, andere bummelten bei herrlichem Wetter entlang der Stände — bei der NGZ waren Wunderkerzen und Karten fürs Brings-Konzert in Kaarst zu gewinnen — und auf der Gastromeile. Guten Absatz fand der von Ernst Petry angebotene Burger mit "Bourbon-Barbecue-Soße und würzigem Cheddar-Käse", wie der Starkoch verriet. Metzgermeister Frank Groten aus Hemmerden hatte fürs Event das "Erft-Liebchen" kreiert. Die Bratwurst "mit Honig und Möhren" wurde im Becher gereicht.

Ein Vorteil gegenüber der Premiere mit damals 7000 Besuchern: Auch wenn die Zahl diesmal wohl etwas größer war, blieb das Gedränge aus. "Wir haben bei der Premiere Erfahrungen gesammelt", sagte Marc Pesch, der mit Hans-Georg Späth die Neuauflage allein organisierte — 2011 war die Stadt mit im Boot gewesen. Das Areal wurde vergrößert, die Gastro-Meile auf den Parkplatz am Schloss verlegt. 5000 Euro wurden ins Sicherheitskonzept investiert. "Angesichts der Mehrkosten steigt beim Feuerwerk diesmal die eine oder andere Rakete weniger", so Pesch. Applaus gab's aber reichlich nach dem Feuerwerk von Sascha Krumbach. Zuvor hatte das Duo "Evil Flames" mit Feuerbällen und brennenden Hula-Hoop-Reifen für Flammen und Begeisterung gesorgt.

Gibt's eine Wiederholung? "Die Stadt möchte die Veranstaltung künftig nur alle zwei Jahre", sagte Pesch. Klar sei zudem, "dass wir ,Erft in Flammen' nicht einfach so wiederholen. Das finanzielle Risiko ist angesichts wegen der Kosten für Sicherheit und der Gebühren der Stadt zu groß. Es wäre schön wenn die Stadt den Wert der Veranstaltung für Grevenbroich erkennt und uns mehr unterstützen würde", sagte Pesch. Späth und er haben bereits eine Anfrage aus Dormagen für ein solches Event erhalten.

(NGZ)