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Grevenbroich: Vier Millionen für drei Kitas

Grevenbroich : Vier Millionen für drei Kitas

Bis Ende 2013 ziehen im Grevenbroicher Süden gleich drei Kindergärten in neue Räume. Die Gustorfer "Villa Kunterbunt" erhält für 2,5 Millionen Euro einen Neubau, die Pläne wurden im Jugendhilfeausschuss vorgestellt.

2013 rückt näher: Dann muss die Stadt den Rechtsanspruch der Eltern auf Betreuung von Unter-Dreijährigen erfüllen — ein Kraftakt. Im Grevenbroicher Süden laufen jetzt gleich drei Bauprojekte an, um Raum für zusätzliche U3-Plätze zu schaffen. Vier Millionen Euro investiert die Stadt bis Ende kommenden Jahres in Gustorf und Neurath. Architektin Jutta Quasten-Mundt stellte die Pläne im Jugendhilfeausschuss vor.

Villa Kunterbunt Der Kindergarten an der Dr.-Hans-Wattler-Straße in Gustorf erhält für 2,5 Millionen Euro einen Neubau — an der Hünselerstraße auf dem Areal des abgerissenen Hallenbades. Auf zwei Etagen wird in fünf Gruppen Platz für 98 statt heute 70 Jungen und Mädchen sein.

Allein 18 U3-Plätze entstehen dort. Viel Licht und eine freundliche Gestaltung in hellen Farben sollen die Räume laut Architektin Jutta Quasten-Mundt bieten. "Auch die Gruppen im Obergeschoss können — über Außentreppen — das Außengelände schnell erreichen." Noch sind nicht alle Details festgezurrt. Um körperbehinderten Kindern Zugang zu allen Gemeinschaftsräumen zu ermöglichen, wird der Mehrzweckraum vermutlich im Erd- statt im Obergeschoss untergebracht.

Auch der Baubeginn steht noch nicht fest: "Ende 2013 wollen wir aber fertig sein — das ist ein sportliches Ziel", so Gebäudemanagementleiter Dirk Schwarz. Umziehen müssen die "Villa Kunterbunt"-Kinder aber bereits im Sommer: Der Mietvertrag für ihr heutiges Gebäude wurde vom Eigentümer gekündigt. Für knapp anderthalb Jahre bezieht die Kita nebenan das zurzeit leer stehende Grundschulgebäude Auf dem Wiler.

Zaubermühle Bereits in zwei Monaten startet der Umbau eines Teils der alten Hauptschule Gustorf an der Turmstraße für das Pari-Sozial-Familienzentrum "Zaubermühle". Nach dem Umzug von der Mühlenstraße werden dort künftig unter anderem 16 Kleinkinder betreut. Nach Fertigstellung beider Projekte stehen in Gustorf für 27 statt bislang sieben Prozent der Unter-Dreijährigen Betreuungsplätze bereit. "Die frühere Schule eignet sich hervorragend als Kindergarten. Die Räume sind lichtdurchflutet, im Atrium können die Kinder spielen", schildert Quasten-Mundt. Zum Jahresende sollen die Räume fertig sein.

Villa Bärenspaß Die Neurather Kita wird von einer auf drei Gruppen kräftig erweitert — und zieht dafür ins Barbarahaus um. Dessen Umbau ist angelaufen. Nicht alles muss verändert werden, denn "dort war bereits früher ein Kindergarten untergebracht", so die Architektin. Nötig ist aber ein Anbau für eine Gruppe.

(NGZ)