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Grevenbroich: Schadstoffe: Entwarnung für Gärten

Grevenbroich : Schadstoffe: Entwarnung für Gärten

Ein Umwelt-Skandal beunruhigt viele Bewohner im Neubaugebiet Kapellen: In mehreren Straßen im ersten Bauabschnitt weist das Bettungsmaterial für die Pflastersteine sehr hohe Anteile an Blei und Zink auf. Zumindest eine Sorge kann Kreisumweltdezernent Karsten Mankowsky jetzt aber den Anwohnern nehmen: In keinem einzigen untersuchten Garten seien Bodenbelastungen festgestellt worden, weder von der Schlacke noch durch andere Ursachen. Anwohner hatten befürchtet, dass Schlackepartikel durch Wind oder Regenwasser in die Gärten gelangt sein könnten.

Die Untere Bodenschutzbehörde des Kreises hatte im Neubaugebiet den Boden untersucht, Proben von 16 Rasenflächen, sechs Zier-, drei Nutzgärten sowie sieben Lagerflächen und Straßenrändern genommen. Das Ergebnis: Der durchschnittliche Bleigehalt in den untersuchten Gärten liegt nur unwesentlich höher als vor zehn Jahren. Aufgrund der Vielzahl der Proben geht die Stadt davon aus, dass auch die nicht untersuchten Gärten unbelastet sind. Eine großflächige Verschleppung habe es nicht gegeben. Das Schlackematerial befinde sich nur unter dem Pflaster. Daher liege keine unmittelbare Gefährdung für Menschen, Tiere, Pflanzen und Grundwasser vor.

Detaillierte Ergebnisse werden bei einer Bürgerinformationsveranstaltung am Montag, 11. Juni, ab 18 Uhr im Saal Glasmacher-Poschen, Talstraße 32 in Kapellen, vorgestellt.

(NGZ)