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Grevenbroich: Wo der Heilige Geist zu sehen ist

Grevenbroich : Wo der Heilige Geist zu sehen ist

Neben Weihnachten und Ostern ist Pfingsten das dritte herausragende christliche Fest. Gefeiert wird die Entsendung des Heiligen Geistes. Für ihn gibt es viele Symbole. Auch in den Grevenbroicher Kirchen wird der Heilige Geist unterschiedlich dargestellt – die NGZ begab sich auf Spurensuche.

Neben Weihnachten und Ostern ist Pfingsten das dritte herausragende christliche Fest. Gefeiert wird die Entsendung des Heiligen Geistes. Für ihn gibt es viele Symbole. Auch in den Grevenbroicher Kirchen wird der Heilige Geist unterschiedlich dargestellt — die NGZ begab sich auf Spurensuche.

Nach der Kreuzigung Jesu, seiner Auferstehung und Himmelfahrt erfuhren die Jünger die Nähe zu Gott durch ein Ereignis, das sie für immer verwandelte. Aus einer ängstlichen Schar junger Männer wurden mutige Apostel, die keine Scheu mehr hatten, ihren Glauben offen weiterzugeben. Die Geschichte beschreibt das Pfingstwunder, mit dem die Christen ab morgen das Fest des Heiligen Geistes feiern.

Die Feuerflammen, die sich laut der biblischen Apostelgeschichte auf den Köpfen der Jünger niederließen, gelten als Symbol für die Entsendung des Heiligen Geistes. Denn: Gottes Geist lässt sich nicht beweisen. Sprechen kann man über ihn nur in Bildern. Dass seine Darstellung viele Künstler seit Jahrhunderten reizt, weiß auch Willi Steinfort, leitender Pfarrer des Pfarrverbandes Elsbach/Erft: "Schließlich geht es darum, das Unsichtbare ins Bild zu setzen." Von der Dreifaltigkeit sei Jesus am leichtesten greifbar. Auch die Vorstellung von Gott als großem Geheimnis sei akzeptiert. "Um den Heiligen Geist zu erleben, muss man sich allerdings auf ihn einlassen", berichtet Steinfort.

Flammen, Tauben und helle Strahlen zählen zu den beliebtesten Pfingst-Symbolen. Oft treten alle zusammen in einem Kunstwerk auf. In älteren Darstellungen trägt der Heilige Geist auch die Gestalt einer Frau oder eines Jünglings. Nach und nach wurde dann aber die Taube zum zentralen Sinnbild des Heiligen Geistes. Und das, obwohl von ihr in der biblischen Pfingsterzählung gar nicht die Rede ist. "Sie spielt erst bei der Taufe Jesu eine Rolle", erklärt Steinfort.

(NGZ)