Kranenburg: Letztes Buch von Eelco Hekster ist unvollendet

Streifzug durch Nütterden : Natur genießen in Nütterden

Das letzte Buch von Eelco Hekster hat einen Streifzug durch das Sieben-Quellen-Dorf gemacht. Es ist unvollendet.

Eelco Hekster, bekannt als Hobbyfotograf und Autor zahlreicher Publikationen heimatlicher Themen, starb plötzlich und unerwartet in der ersten Oktoberwoche während seines Urlaubs im Schwarzwald. Oft fuhr er dort hin und liebte diese Landschaft. Einen Tag vor seiner Abreise stellte er sein jüngstes Buch mit dem Titel „Natur genießen in Nütterden“ vor. Es stand kurz vor der Vollendung. Nur noch das letzte Kapitel fehlte. Jetzt kann es nicht mehr erscheinen.

Auf 52 Seiten, illustriert durch mehr als 70 Fotos, wird Nütterdens Natur gezeigt. „Diese wechselt durch die Witterung des Tages und durch die Uhr- und Jahreszeit ständig, wodurch ihr Gesicht sich kontinuierlich ändert“, sagte der Autor.

Blick auf die St.-Antonius-Kirche mitten im Ort Nütterden. Foto: Hekster

In seinem Vorwort erinnerte Hekster daran, dass Nütterden schon im 8. Jahrhundert urkundlich erwähnt wird. Um 721 wurde eine Schenkungsurkunde des Grafen Ebroin an die Kirche in Rindern ausgestellt. Es handelte sich um Bauernhöfe und Grundbesitz im heutigen Nütterden. Die ersten Einwohner von Nütterden waren also Landwirte, und so blieb es lange Zeit.

Durch die Intensivierung der Landwirtschaft um 1950 mussten viele Bauern ihre Betriebe schließen. Ihr Land wurde der Natur überlassen, und die ehemalige Vegetation kehrte zurück: Gehölze, Hochstauden, Nasswiesen und Schilf. „Ein Teil des Beckens zwischen Kranenburg und Nütterden ist als Naturschutzgebiet ,Kranenburger Bruch’ ausgewiesen worden. Auf den aufgestauchten Höhen entwickelte sich der Reichswald“, berichtete Hekster.

Das Buch wird mit eindrucksvollen Fotos vom Hingstberg eröffnet. Mit zahlreichen Fotos wird diese herrliche Landschaft in den wechselnden Jahreszeiten, Frühling, Sommer, Herbst und Winter dargestellt, wobei die Winterfotos besonders beeindrucken. „Im Winter, wenn es geschneit hat, ist die Aussicht am Hingstberg märchenhaft“, schwärmte der Hobbyfotograf, der aus den Niederlanden stammt und in Nütterden lebte. Vor allem die prachtvollen Aussichten in die Umgebung hatten es Hekster angetan. Der Hingstberg, einst ein 48,9 Meter hoher Hügel, ist eine ausgehobene Sandgrube, die der Natur überlassen wurde. Als Naturschutzgebiet hat sie heute eine Bedeutung als Biotop und Lebensgemeinschaft seltener Tier- und Pflanzenarten. Im weiteren Verlauf des Buches beschrieb Hekster die Wechsel-Wirtschaft am Fuß des Hingstbergs. Dann zeigte er den Wolfsberg mit der Jugendtagungsstätte aus verschiedenen Blickwinkeln. „Ein Spaziergang um den Wolfsberg lohnt sich“, empfahl er. Ein weiteres Kapitel seines Buches befasste sich mit dem Renneken, „das Nütterden prägt“ und auf weiteren Seiten findet man Impressionen „Am Renneken und Eickestall“. In ansprechenden Fotos wird vor allem die herbstliche Pracht an den Forellenteichen dargestellt. Es gibt sogar ein Wäldchen mitten in Nütterden. Vom Haferkamp und der Straße mit dem Namen „Mühlenweiher“ kann man sich den naturbelassenen, idyllisch kleinen Wald, der nicht zugängig ist, anschauen. Seltene Fotoaufnahmen geben einen Blick in diese Natur, mitten im Sieben-Quellen-Dorf, frei. Weitere Kapitel des Buches befassten sich mit den Themen: „Ein Wäldchen am Erlendeich und Klarenbeck“, „Kranenburger Bruch“, „Armenveen“ und „Die Natur schmückt die geschlossene Ortschaft Nütterdens.“ Vielen Heimatfreunden wird dieses Büchlein des Verstorbenen fehlen.