Handball TV Aldekerk : TV Aldekerk: Gegner will Stress machen

Nach zwei sieglosen Spielen in Folge will der ATV bei der HSG Siebengebirge wieder zurück auf die Erfolgsspur. ATV-Trainer Nils Wallrath hat einige Ausfälle zu verkraften und reist mit neun Spielern zum Drachenfels.

Die Handballer des TV Aldekerk stehen am Wochenende vor einer weiten Anreise und einer kniffeligen Aufgabe. In Oberpleis, einem Stadtteil von Königswinter, treffen sie im Schatten des Drachenfels auf die HSG Siebengebirge. Die „Handballdrachen“ spielen seit Anfang der Saison gegen den Abstieg aus der Regionalliga und zieren aktuell den vorletzten Tabellenplatz.

Dass sich die Rheinländer noch lange nicht ihrem Schicksal ergeben haben, beweisen ihre Rückrunden-Ergebnisse. Aus vier Spielen holten sie vier Punkte und verloren mit nur zwei Toren Unterschied gegen den Titelaspiranten TuS Opladen. „Wir haben das Konzept verändert und lassen wieder wie im Aufstiegsjahr spielen“, erklärte Trainer Sebastian Hoffmann dazu. „Die Mannschaft hat Mut gefasst und eine Steigerung ist deutlich erkennbar.“

Der ATV hat sich speziell in den letzten beiden Begegnungen gegen Königshof und Dinslaken nicht von ihrer allerbesten Seiten präsentiert und beide Partien verloren. ATV-Trainer Nils Wallrath sprich in diesem Zusammenhang davon, dass er mit der Mannschaft ein Spielsystem kreieren möchte, mit dem auch langfristig erfolgreich Handball gespielt werden kann. Dieser Prozess benötige Zeit und sei nicht von jetzt auf gleich umzusetzen. Nichts desto trotz wäre es in doppelter Hinsicht so langsam an der Zeit, zu siegen und doppelt zu punkten. Zum einen, um ein weiteres Abrutschen in der Tabelle zu verhindern und zum anderen, um den Glauben an die eigenen Fähigkeiten nicht zu verlieren. Auf einen ähnlichen Spaziergang wie im Hinspiel, das mit 42:24-Toren gewonnen wurde, darf dabei nicht gehofft werden.

„Klar gehen die Aldekerker als Favorit in diese Partie, das sagt ja schon die Tabelle aus“, meinte Hoffmann. „Aber so einfach wie im Hinspiel werden sie es sicher nicht mehr haben. Wir werden alles dafür tun, um zu einem hohen Stressfaktor für unsere Gäste zu werden.“

ATV-Trainer Nils Wallrath sieht es ebenfalls so, dass unbedingt gepunktet werden muss. Aber die Voraussetzungen seien mit Blick auf die Verletztenliste alles andere als günstig: Thomas Plhak zog sich beim Training eine Bänderverletzung im Sprunggelenk zu und Julian Mumme musste das Training mit starken Rückenschmerzen abbrechen. Torwart Ben Köß erlitt im letzten Heimspiel einen Muskelfaserriss und kann ebenfalls nicht spielen. Folglich reist der ATV mit einem Mini-Kader von gerade einmal acht Feldspielern und einem Torwart zur HSG Siebengebirge.

„Von der zweiten Mannschaft oder der A-Jugend können wir keine Spieler hochziehen“, so Wallrath. „Beide Mannschaften spielen am gleichen Tag wie wir und brauchen ihre Leute dringend selber. Speziell die Zweite, die gegen den Abstieg spielt.“

Mehr von RP ONLINE