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Nach zwei Absagen in Folge ist der Gelderner City-Lauf wohl Geschichte

Volkslauf vor dem Aus : Gelderner City-Lauf hat keine Zukunft

Nach zwei Absagen in Folge zieht Helmut van Weegen die Reißleine. Warum der Verein keine Möglichkeit sieht, die Veranstaltung im nächsten Jahr auf die Beine zu stellen.

Der Gelderner City-Lauf steht vor dem endgültigen Aus. Schuld daran ist in erster Linie die Pandemie. In diesem Jahr hatte das Organisations-Team um Helmut van Weegen, Leiter der Lauf-Abteilung des GSV Geldern, die Veranstaltung zum zweiten Mal in Folge absagen müssen. Seit 2009 hatten Sportlerinnen und Sportler alljährlich am zweiten Samstag im Mai für ein Spektakel in der Innenstadt gesorgt. Bei den vergangenen drei Auflagen seit 2017 hatte der Veranstalter jeweils die 1000-Teilnehmer-Marke geknackt. Weit mehr als die Hälfte der Starter waren Kinder und Jugendliche, die in den Schüler-Wettbewerben auf die Strecke gegangen waren.

„Für den Nachwuchs tut mir die Entscheidung besonders leid. Aber wir haben einfach keine Möglichkeit gesehen, die Veranstaltung für nächstes Jahr in vernünftigem Rahmen organisieren zu können“, sagte van Weegen. Zum einen hat Corona einen starken Mitglieder-Rückgang verursacht. Aktuell zählt die GSV-Abteilung noch rund 50 Läuferinnen und Läufer – entsprechend gering fällt die Zahl der potenziellen Helfer aus. Außerdem hätte nach der Eröffnung des Edeka-Marktes am Ostwall die Streckenführung für den Hauptlauf über 10.000 Meter geändert werden müssen. „Wir hätten entweder die Runde verkürzen oder einen Zick-Zack-Kurs anbieten müssen. Beides ist für die Läufer wenig attraktiv“, so van Weegen.

Eine Neuauflage im Jahr 2023 möchte der GSV-Abteilungsleiter zwar nicht völlig ausschließen. „Aber momentan glaube ich nicht daran, dass wir den City-Lauf noch einmal auf die Beine stellen können.“