Vernum/Geldern: Endlich Parkplatz für Vernum

Vernum/Geldern : Endlich Parkplatz für Vernum

Der Gelderner Finanzausschuss stellt knapp 70.000 Euro zur Verfügung, um das Verkehrschaos bei Veranstaltungen auf dem Platz von Grün-Weiß Vernum zu beenden. Die Politiker erfüllten aber nicht alle Wünsche.

Erhöhtes Verkehrsaufkommen in den Straßengräben und auf den Gehwegen von Vernum wird es bald nicht mehr geben. Der Gelderner Finanzausschuss hat einstimmig dem Antrag der SPD zugestimmt, eine 2200 Quadratmeter große Weide in der Nähe des Sportplatzes von Grün-Weiß Vernum zu mieten und als Schotterrasenfläche herzurichten. Das Paket kostet die Stadt rund 70 000 Euro. Die Arbeiten können innerhalb von drei Monaten abgeschlossen sein.

Damit soll das Parkchaos, das es bei jeder größeren Veranstaltung auf und um den Sportplatz in Vernum gab, beseitigt werden. Diese Zustände drohten sich zu verschlimmern, da soeben drei Mannschaften von Grün-Weiß aufgestiegen sind. Die nötigen finanziellen Spielräume für die Politiker ergaben sich nun aus unerwarteten zusätzlichen Einnahmen aus der Gewerbesteuer. Insbesondere im Mai waren die Nachveranlagungen für Vorjahre so gestiegen, dass Gelderns Kämmerer Johannes Horster mit 1,2 Millionen Euro mehr rechnet.

Lange um Lösung bemüht

Mit dem Beschluss finden mehrjährige Verhandlungen ihr Ende. Immer wieder hatten sich Ortsbürgermeister Johannes Smitmans und die Vernumer SPD-Ratsfrau Gabriele Fritz um eine Lösung bemüht. Nun willigte die Pächterin der Wiese, die rechts vom bisherigen Parkplatz liegt und auf der die Bogenschützen von Grün-Weiß bisweilen ihre Scheiben aufstellen, mündlich ein. Ein Vertragsentwurf liegt der Pächterin vor.

Obwohl nun ein langgehegter Wunsch in Erfüllung geht, sind die Vernumer Politiker und Bürger nicht vollends zufrieden. "Das kann zu Lärmbelästigungen für die Anwohner führen", sagt Smitmans. "Ideal wäre ein Platz vor dem Ortseingang gewesen, dann wäre der Verkehr außerhalb von Vernum geblieben", sagt Gabriele Fritz, die an der Vernumer Straße wohnt.

Dank der Mehreinnahmen erfüllten die Politiker noch einen weiteren Wunsch der Vernumer, verschoben aber auch mehrere Bitten auf die Haushaltsberatungen für 2009. Das undichte Dach des Sporthauses von Grün-Weiß wird die Stadt reparieren (Kostenpunkt: 15 000 Euro) und entstandene Stockflecken beseitigen, damit der neue A-Ligist ein würdiges Bild abgibt.

Ob der Verein darüber hinaus auch ein Stankett um seinen Platz erhält (10 500 Euro) und die Stadt die Instandsetzung des Platzes übernimmt (111 000), entscheiden die Politiker erst in den Haushaltsberatungen im Winter.

(RP)