Solingen: Omega-Kreisel könnte Verkehrschaos beenden

Solingen: Omega-Kreisel könnte Verkehrschaos beenden

CDU und SPD nehmen neuen Anlauf zum "Knoten City-Süd". Am Ende steht eventuell der große Wurf mit drei Kreisverkehren. Stadt soll prüfen.

Umständliche Wege für Autofahrer und immer wieder Staus - die Verkehrssituation in der Innenstadt bleibt nach wie vor ein Dauerbrenner in der Solinger Politik. So haben sich CDU und SPD nun dazu entschlossen, eine Entscheidung über zwei neue Kreisverkehre an der Kreuzung Dickenbusch zunächst einmal auszusetzen. Stattdessen soll die Verwaltung in den nächsten Monaten prüfen, in wieweit Lage am Südrand der City mit einem noch weit größeren Wurf entspannt werden kann.

Aus diesem Grund wollen die beiden Parteien bei einer Sondersitzung von Planungsausschuss und den Bezirksvertretungen Mitte sowie Burg / Höhscheid am 25. Juni einen gemeinsamen Antrag einbringen, der nicht mehr nur den Dickenbusch, sondern überdies die Kreuzung Kölner Straße / Birkenweiher ins Visier nimmt. Die Fachleute bei der Stadt sollen untersuchen, wie sich das Verkehrsaufkommen dort in den nächsten Jahren entwickelt - wobei am Ende auch ein Kreisel vor dem Omega-Gelände denkbar wäre.

Darauf haben sich Vertreter von CDU und SPD bei einem Treffen am vergangenen Donnerstag verständigt. "Es geht uns vor allem darum, die Verkehrsproblematik in der gesamten Solinger Innenstadt genau unter die Lupe zu nehmen", sagte der Vorsitzende des Planungsausschusses, Bernd Krebs (CDU), jetzt auf Anfrage.

Zwar betonten gestern sowohl Krebs, als auch SPD-Mann Richard Schmidt, der als Bezirksbürgermeister von Mitte ebenfalls an der gemeinsamen Sitzung teilgenommen hatte, die Prüfung solle ergebnisoffen sein. Indes ist in dem Antrag für die Sondersitzung in knapp zwei Wochen, der unserer Redaktion vorliegt, ausgeführt, dass am Dickenbusch sowie an der Kölner Straße/Birkenweiher (City-Umfahrung) "insbesondere der Ersatz von Ampelanlagen durch Kreisverkehre zu untersuchen" sei.

  • Solingen : Neuer Anlauf zum Kreisel Dickenbusch

Im Klartext: Am Ende könnten nicht mehr nur die bislang geplanten zwei Kreisel am Dickenbusch, sondern ein zusätzliches drittes Rondell am Omega-Areal stehen. Ziel ist es nämlich, zu einer "Entlastung der Innenstadt" vor allem in den Bereichen Peter-Knecht-Straße/Kasernenstraße sowie Luther-Straße/Kirschbauer Straße zu kommen, die in Ermangelung von leistungsfähigen Konzepten am Dickenbusch und am Omega-Gelände heute noch die Hauptlast zu tragen haben - zumal CDU sowie SPD davon ausgehen, dass der Verkehr bei einer späteren Bebauung auf der Omega-Brache weiter zunehmen dürfte.

Darum wollen beide Parteien von der Stadt erfahren, wie sich der Verkehr am "Verkehrsknoten City-Süd" mit Eröffnung des Hofgartens seit 2013 entwickelt hat. Ferner soll geklärt werden, welchen Einfluss die derzeitigen Ampeln auf den Verkehrsfluss haben. Und es gilt zu eruieren, wie hoch die Kosten für die untersuchten Lösungen ausfallen. Dabei drängt die Zeit. Um für das Haushaltsjahr 2020 an Landesfördermittel zu kommen und loslegen zu können, müssen entsprechende Anträge bis spätestens 31. Mai 2019 auf dem Weg sein.

Die Grünen wiederum lehnen die Kreisel-Lösungen ab. Beispielsweise würde der städtische Eigenanteil allein für den Dickenbusch bei mindestens einer Million Euro liegen, argumentierte die Partei am Mittwoch. Geld, das die Grünen lieber in Kitas stecken.

(or)