Geldern: Das ist der neue Elektromarkt

Geldern : Das ist der neue Elektromarkt

Ein Medimax soll laut RP-Informationen im Oktober 2009 am Nordwall in Geldern seine Türen öffnen. Die Rheinische Post hat in der Kempener Filiale nachgeschaut, was die Gelderner erwartet, wenn es denn so weit ist.

In großen, aufgeregt rot-gelben Buchstaben steht „Medimax“ über der Eingangstür des Elektromarktes an der Kleinbahnstraße in Kempen. Durch eine Schiebetür und ein kleines Drehkreuz geht es hinein in den Laden. Draußen scheint die Junisonne, drinnen scheint nichts. Wenigstens nichts Echtes. Fenster gibt es nicht im Medimax, dafür viel künstliches Licht.

Zum Hintergrund: Ein Investor aus Kempen hat zwei Grundstücke am Gelderner Nordwall gekauft. Nach RP-Informationen soll Medimax, Tochter der ElectronicPartner-Gruppe, dort eine Filiale eröffenen. Standort wäre das Gebäude des Pfadfinderstammes Pegasus. Vom Unternehmen gibt es keine offizielle Bestätigung. Die Rheinische Post hat im Kempener Medimax nachgeschaut, was Geldern vorraussichtlich erwartet.

Im Medimax gibt es eine ganze Menge zu sehen: Zur besseren Orientierung hängen Schilder über den verschiedenen Abteilungen, auf denen die Artikelgruppen stehen. Klein-Elektro, Groß-Elektro, Telefone, Fernseher. Auf einen Blick sind nicht alle zu erfassen, schnurstracks zum Ziel laufen kann also nur, wer sich im Medimax gut auskennt. Der Rest muss flanieren – und dabei sehr genau rechts und links gucken.

Testen, suchen und finden

Auf der Suche nach einem Navigationsgerät und einer DVD geht es unter anderem vorbei an Kühlschränken (klein, mittel, groß, mit Eiswürfel-Bereiter, Gefrierfach oder Rosten), an Herden (mit Ceranfeld oder ganz normalen Platten) und diversen kleinen Elektrogeräten. Ohne die Hilfe eines Medimax-Mitarbeiters (zurzeit alle im Deutschland-Trikot) oder das Wissen, welcher elektrische Rasierer es denn genau sein soll, ginge hier nichts mehr.

Weiter in Richtung der großen Wand mit den vielen Flachbildfernsehern – irgendwo davor soll es die Navigationsgeräte geben, hatte die Verkäuferin gesagt. Und wirklich, dicht bei den Handys liegen diverse Modelle. Einer der vielen, ziemlich jungen Mitarbeiter fragt, ob er helfen kann. Er kann – der passende elektronische Wegweiser ist fix gefunden.

Große Bildschirme

Hinten im Geschäft wird es dann lauter. Öffentlich-rechtliche Nachmittagsserien und privat Musiksender flimmern über die großen Bildschirme. Der Ton ist fast ganz abgeschaltet, so bleibt es dankenswerterweise beim Flimmern. In der Musik- und Filmabteilung ist das anders. „Macarena“ schallt aus den Boxen, danach ein anderer Alt-Sommerhit aus den späten 90-er-Jahren. Groß ist sie nicht, die Abteilung für CDs und DVDs, sondern eher übersichtlich. Den gesuchten Film gibt es, ungewöhnlichere DVDs oder Musik nicht.

(RP)
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