Gillrath Klinker aus Erkelenz beim Deutschen Ziegelpreis zweimal vertreten

Serie: Unternehmer der Region : Preise für Objekte mit Gillrath-Klinker

Bei der Verleihung des Deutschen Ziegelpreises 2019 wurden gleich zwei Projekte mit Klinkern des Erkelenzer Unternehmens Gillrath prämiert. 2018 hatte es bereits einen „RIBA Award“ in London gegeben.

Im Haus der Architektur in München ist der Deutsche Ziegelpreis – in Kooperation mit dem Bundesbauministerium sowie weiteren Partnern – verliehen worden. Aus  120 eingereichten Architekturobjekten deutschlandweit wurden acht Gebäude mit Preisen ausgezeichnet – zwei davon mit Klinkern des Unternehmens Gillrath aus Erkelenz. Diesem jüngsten Erfolg war ein weiterer Preis vorausgegangen. 2018 hatte Gillrath bereits den Architekturpreis „RIBA Award“ in London mit speziell für die „Bartlett School of Architecture“ hergestellten grauen Ringofenklinkern gewonnen.

Als einziger Hersteller von Ringofenklinkern in Nordrhein-Westfalen und einer der letzten deutschlandweit kann das Unternehmen auf spezielle Wünsche seiner Kunden eingehen und Klinker auch in Sonderanfertigungen herstellen. Das Unternehmen Gillrath feierte 2016 sein 150-jähriges Bestehen, ist bereits in der vierten Generation in Erkelenz ansässig. Mit einem Showroom, der im Sommer eröffnet wird, investiert Gillrath aktuell. Darin kann dann das ganze Spektrum der Klinker, Ziegel und Riemchen vorgestellt werden. Momentan verfolgt das Ziegelwerk außerdem ein großes Projekt in Dublin, für das speziell angefertigte Steine für das Gebäudes eines irischen Stromanbieters geliefert werden. Neben den beiden Hauptpreisen verlieh die Jury des Deutschen Ziegelpreises sechs Sonderpreise in den Kategorien „Nachwuchs“, „Kostengünstiger, energieeffizienter Geschosswohnungsbau“, „Bauen im Bestand“, „Soziales Engagement“, „Gelungene Konversion“ und „Bauen im historischen Kontext“. Acht weitere herausragende Projekte in monolithischer und mehrschaliger Bauweise aus verschiedenen Gebäudekategorien erhielten Anerkennungen. „Wettbewerbe und Preise wie der Deutsche Ziegelpreis sind wichtig und wertvoll. Nicht nur für die Wahrung von gebauter Qualität, sondern insbesondere auch für die baukulturelle Förderung“, betont Ministerialdirigentin Christine Hammann in ihrem Grußwort. Zusammen mit dem Vorstandsvorsitzenden des Ziegel Zentrum Süd (ZZS), Martin Schmid, nahm sie die Verleihung in feierlichem Rahmen vor.

Ein Wohnhaus mit Gewerbe und Gastronomie am Rheinkai in Mainz, entworfen vom Büro Lorenzen Mayer Architekten GmbH aus Berlin und realisiert mit dunklen Ringofenklinkern mit changierendem Charakter, hergestellt von der Ziegelei Gillrath, überzeugte die Jury und erhielt den Sonderpreis für gelungene Konversion. Form und Erscheinung der Kunsthalle im alten Kesselhaus erinnerten an die früheren massiven Speichergebäude des Hafens. Das Äußere trete als monolithisch wirkender Ziegelbau auf, dessen vertikale Schichtung mit knapp vortretenden Klinkerreihen das alte Vorbild aufrufe. Der elterliche Alterssitz in dem am Rande der Nordeifel gelegenen Rott, entworfen von dem jungen Weimarer Büro Naumann Wasserkampf Architekten, erhielt den Sonderpreis „Nachwuchs“. Das zweigeschossige, mit rot-changierendem Klinker verkleidete Haus hebt sich von der heterogenen Nachbarbebauung ab. Bei der Fassade kamen Wasserstrichklinker von Gillrath zum Einsatz. Die Besonderheit war, dass ausschließlich Rückseiten nach vorne gedreht wurden, wodurch die Fassade eine besondere Textur und Haptik erhält.

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