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Erkelenz: So lief Electricity bislang - Zwischenbilanz der Corona-Alternative

Festival-Alternative in Erkelenz : „Das Electricity-Konzept passt“

Zwei der insgesamt vier Veranstaltungswochenenden sind vorbei. Die Zwischenbilanz fällt positiv aus. Jeder Besucher wird auf das strikte Einhalten der Corona-Regeln konsequent eingeschworen.

Nicht nur die „Partypeople“ sind voll des Lobes, auch die Veranstalter selbst können sich beruhigt zurücklehnen, fällt doch ihr Fazit zur Halbzeit von Electricity durchaus positiv aus. „Das Konzept passt und auch von den Ordnungsbehörden haben wir eine sehr gute Rückmeldung bekommen“, sagt Raphael Meyersieck, einer der drei Geschäftsführer des Erkelenzer Kulturgartens, der sonst für das Riesenspektakel Electrisize zuständig ist, nun aber deutlich kleiner planen musste, mit Electricity eine prima Alternative geschaffen hat.

Am Sonntag ging das zweite von insgesamt vier Veranstaltungswochenenden zu Ende. Mit dem bisherigen Verlauf sind Meyersieck und seine Kollegen sehr zufrieden. „Klar, einige Kleinigkeiten mussten wir nach dem ersten Wochenende noch anpassen und nachbessern, dabei ging es zum Beispiel um infrastrukturelle Themen. Es ging etwa darum, dass es morgens noch eher Kaffee geben musste, weil die Nachfrage früher als gedacht da war“, erklärt Meyersieck. Man sei unterm Strich bislang gut damit gefahren, die Besucherinnen und Besucher an den jeweiligen und farblich unterschiedlichen Eingängen zum Gelände persönlich zu begrüßen. Dies, so Meyersieck, sei auffallend gut angekommen. Der Kulturgarten hat damit einhergehend das Feiervolk auch noch auf die Regeln aufmerksam gemacht, die wegen der Corona-Pandemie gelten. Meyersieck: „So respektiert man sich gegenseitig, weil man das eben ruhig erklärt. So haben eben auch die Ordnungsbehörden gesehen, dass Menschen in der Lage sind, Regeln zu befolgen. Ich denke, man kann sagen, dass wir im Zusammenhang mit den Regeln wegen Corona eine Art Bootcamp geworden sind. Zwischen Besuchern und Veranstaltern gibt es ein wirklich gutes Verhältnis.“

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Meyersieck ist darum überzeugt davon, dass es richtig war, Electricity auf die Beine zu stellen. „Wer da vielleicht nachdenklich geworden ist: Hier haben wir ein Auge darauf, dass auch da die Maske getragen wird, wo sie nötig ist. Das klappt. Wir müssen bedenken, dass die Leute, die zu Electricity kommen, in den Momenten anderswo unter ganz anderen Bedingungen gefeiert hätten. An den ersten beiden Electricity-Wochenenden hat es lediglich einen einzigen Fall gegeben, wo die Veranstalter und Security-Mitarbeiter hart durchgegriffen haben: Eine Person musste nach Hause geschickt werden, da sie sich in einem anders farbigen Bereich aufgehalten hatte. Wie de Person dorthin gelangt war, ist dem Kulturgarten ein Rätsel. Hier, so sagt Meyersieck, habe sich die Person nicht an geltende Regeln gehalten, somit musste mit aller Konsequenz eingeschritten werden.

Als gut erwiesen hat sich unterdessen auch diese Entscheidung: Wer nicht zu Electricity kommen kann, weil er sich nicht gut fühlt, kann sein Ticket zurückgeben. „Wir wollen ja keinen Corona-Ausbruch provozieren. Darum soll niemand krank zur Veranstaltung kommen. Wir haben uns dazu entschieden, in diesen Fällen den Betroffenen das Geld vollständig zurückzuerstatten. Drei Besucher haben von diesem Angebot bislang auch Gebrauch gemacht“, unterstreicht Raphael Meyersieck. Wer dann noch Glück hat, ergattert ein Ticket für den Spaß von Freitag bis Sonntag. Im freien Verkauf sind die Tickets nämlich nicht mehr erhältlich, denn auch die beiden noch ausstehenden Festival-Wochenenden bei Electricity sind längst restlos ausverkauft.

Zum Vergleich: An einem üblichen Electrisize-Wochenende tummeln sich bis zu 25.000 Menschen auf dem Gelände von Haus Hohenbusch. Electrisize hätte übrigens im August stattfinden sollen. Kostenpflichtiger Inhalt Wegen der strengen Regeln sind bei Electricity pro Wochenende 600 Besucherinnen und Besucher zugelassen. Aber auch mit dieser deutlich geringeren Anzahl von Leuten gelingt das Festival.