1. NRW
  2. Städte
  3. Duisburg

Duisburg: Ausstellung der US-Amerikanerin Elizabeth Connor im Kunstraum SG1

Duisburg : Erste Ausstellung im Kunstraum SG1 nach der Corona-Pause

Die erste Ausstellung im Duisburger Kunstraum SG1 nach der unerwarteten Corona-Zwangspause zeigt Arbeiten der US-Amerikanerin Elizabeth Connor. Das Lieblingsthema der Künstlerin sind Fische.

Zwei Monate lang blieb der Kunstraum SG1 in der Duisburger Innenstadt wegen Corona für die Öffentlichkeit geschlossen. Die letzte reguläre Ausstellung „Waldbaden“ im März erlebte nur ihre Vernissage, dann war Schluss. Mit der Projektidee „XPONATE“, die nach dem Motto „Kunst in der sozialen Isolation – Jeden Freitag ein neues Exponat“ funktionierte, versuchten die SG1-Betreiberinnen mit wöchentlichen Kunststatements acht Wochen lang die ausstellungslose Zeit zu überbrücken. Mit Erfolg! Denn jetzt kann sich die Tür in dem nicht-kommerziellen Kunstraum auf der Schmalen Gasse wieder öffnen.

„Ohne Rahmen“ heißt die dortige Ausstellung von Elizabeth Connor, die es bis zum 27. Juli zu sehen gibt. Connor ist 1957 im US-amerikanischen Chicago geboren, hat bis 1979 an der renommierten „School of the Art Institute of Chicago“ studiert und ihren Abschluss zum „Bachelor of Fine Arts“ gemacht. 1981 ist sie nach Manhattan in New York gezogen und begann dort als freischaffende Malerin und Bildhauerin zu arbeiten. Dort haben sich sie und Stacey Blatt, die zusammen mit Luise Hoyer – nachdem Christina Böckler jetzt das ursprüngliche Gründertrio verlassen hat – heute das SG1 betreibt, kennengelernt. Der Kontakt zwischen den beiden hat seitdem Bestand, umso mehr, als Connor 1988 „der Liebe wegen“, wie sie sagt, in den Westerwald nach Deutschland zog. Dort hat sie bis heute ihren Wohnsitz.

14 größere bis ganz große Exponate der Malerei – alle natürlich ohne Rahmen – und ein kleines 3D-Bild mit dem Titel „Exception from the rule“ als Arbeit der Bildhauerei zieren nun seit Montag die Wände der SG1-Einrichtung. Hauptsächliches Motiv vieler dieser Bilder sind Fische. „Fische sind mein Lieblingsthema“, sagt Connor. „Sie sind so schön neutral.“ Doch weit gefehlt: Connor verpasst ihren Kreaturen nämlich viel Farbe, viel neonhafte Helligkeit und viel Bewegung, die sie auf die zweidimensionale Oberfläche ihrer Bilder bringt. Ihre Arbeiten entstehen auf Papier oder Leinwand, ob mit Kohle oder Kreide, Bleistift oder Öl-, Acryl- beziehungsweise Sprühfarbe aufgetragen. „Zumeist beginne ich mit einer sehr groben Idee, einer Skizze, bevor ich mich der großen Fläche hingebe“, beschreibt Connor die Vorgehensweise ihres Arbeitens. Besonders glücklich sei sie, wenn das Ergebnis ihrer Arbeit ein Lächeln in den Gesichtern der Betrachtenden hervorbringen würde.

Die Ausstellung „Ohne Rahmen“ ist jeden Montag von 17 bis 20 Uhr geöffnet oder nach Vereinbarung unter der Telefonnummer 0203 604 989 44 zugänglich. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen gibt es im Internet unter der Adresse www.sg1-kunstraum.de.