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Messerstecherei am Bahnhof Linn in Krefeld: Opfer aus Duisburg in Lebensgefahr

Opfer aus Duisburg in Lebensgefahr : Mann attackiert 33-Jährigen mit Messer am Bahnhof Linn

Einsatzkräfte der Kriminalpolizei konnten den Tatverdächtigen noch in der Nacht festnehmen. Der 46-Jährige befindet sich inzwischen in Untersuchungshaft. Das Motiv für die Tat wird derzeit noch ermittelt.

Ein Mann hat am Donnerstagabend, 11. Juni, einen Duisburger auf dem Gelände des Linner Bahnhofs mit einem Messer lebensgefährlich verletzt. Einsatzkräfte der Kripo konnten den Tatverdächtigen noch in der Nacht festnehmen. Er befindet sich inzwischen in Untersuchungshaft.

Wie die Pressestellen von Staatsanwaltschaft und Polizei mitteilten, trafen gegen 23 Uhr zwei Duisburger (33 und 37 Jahre) in einem abgelegenen Bereich bei den Abstellgleisen des Bahnhofes auf zwei 46 und 30 Jahre alte Bekannte, die ebenfalls aus Duisburg kamen. Das Quartett geriet in einen Streit, in dessen Verlauf der 46-Jährige dem 33-jährigen Opfer unvermittelt mehrfach mit einem Messer in den Rücken stach. Die beiden anderen Männer griffen sofort ein und konnten Täter und Opfer trennen. Der Verletzte und sein Begleiter verschwanden in Richtung Paul-Hübner-Straße, wo deren Auto geparkt war. Der 37-Jährige informierte den Rettungsdienst. Das Opfer kam in ein Krankenhaus, wo es derzeit noch versorgt wird. „Zeitweise schwebte es in Lebensgefahr und konnte nur durch unmittelbare medizinische Eingriffe gerettet werden“, erklärte ein Sprecher der Krefelder Polizei. Der Tatverdächtige und sein Begleiter konnten im Rahmen der polizeilichen Fahndung durch Kräfte aus  Duisburg im Bereich  Eschenstraße/Fuchsstraße in der Nachbarstadt gestellt werden.

Beim 46-jährigen Angreifer wurde ein Messer sichergestellt. Es wird auf Spuren untersucht. Das Motiv für die Tat wird derzeit noch ermittelt. Der Mann ist in der Vergangenheit bereits unter anderem wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz polizeilich in Erscheinung getreten. Nach einer Entscheidung der Staatsanwaltschaft ist dem Haftrichter vorgeführt worden. Dieser ordnete Untersuchungshaft gegen ihn wegen des Tatvorwurfs des versuchten Totschlags an. Die Ermittlungen durch die Experten der Krefelder Kriminalpolizei sind noch nicht abgeschlossen.