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Uniklinik Düsseldorf will Corona-Zentrum zeitnah beziehen

Gesundheit in Düsseldorf : Uniklinik will Corona-Zentrum zeitnah beziehen

Ministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen spricht von einem „Referenzprojekt“. Der Modulbau wurde in wenigen Monaten auf einer Parkplatzfläche der Uniklinik Düsseldorf errichtet. Der Bau soll noch im Herbst bezogen und genutzt werden.

Das neue Corona-Zentrum der Düsseldorfer Universitätsklinik soll möglichst zeitnah in Betrieb genommen werden. „Wir wollen im Herbst einziehen“, sagte der Ärztliche Direktor des Krankenhauses, Frank Schneider, am Montag bei einer Besichtigung des Neubaus.

Man freue sich über den Neubau, den man nach der Pandemie auch für andere Zwecke gut nutzen könne – aber eben auch für den Fall einer neuen Pandemie. Das Corona-Zentrum soll der Uniklinik dabei helfen, bei Bedarf eine deutlich größere Anzahl an beatmungspflichtigen Patienten versorgen zu können.

Anlass der Besichtigung war der Besuch der Kultur- und Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen, die sich einen Eindruck von dem Bauprojekt verschaffen wollte und eine Führung erhielt.

Schneider zeichnete zudem den knappen Zeitplan des Projektes nach: Erst am 20. April – vor etwas mehr als vier Monaten – war der Bauantrag eingereicht worden. Die Stadt hatte ihn im Eiltempo bearbeitet. Nur drei Tage später hatte auch der Haupt- und Finanzausschuss des Landtags Mittel für die Unikliniken in NRW freigegeben. Insgesamt 97 Baumodule wurden in der Folgezeit angeliefert, aus denen auf einem Parkplatz zwischen den Operativen Zentren I und II das Gebäude entstand.

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Die Ministerin lobte die Beteiligten für die schnelle Arbeit. „Man kann das gut als Referenzprojekt nutzen“, sagte sie: „Und es war schon ein Glücksfall, dass dieses Grundstück zur Verfügung stand.“

Dessen Nachbarschaft zu den Operativen Zentren soll überdies genutzt werden: Der Neubau wird über einen so genannten Skywalk direkt mit dem ZOM II verbunden, um kurze Wege zu gewährleisten. Die aktuelle Corona-Lage nannte Pfeiffer-Poensgen mit Blick auf die Zahlen „etwas entmutigend“: „Aber wir müssen uns hier wenigstens keine Sorgen um fehlende Intensivbetten machen.“

Im Erdgeschoss des Modulbaus wird nach der Fertigstellung eine sogenannte Intermediate-Care-Station mit 18 Betten eingerichtet. Nach der notfallmedizinischen Versorgung in der verbundenen Zentralen Notaufnahme sollen Patienten mit Covid-19-Verdacht oder bereits positiv getestete Erkrankte dort weiterbetreut werden. Im IMC-Bereich gibt es Möglichkeiten zur Einzelisolierung sowie zur Isolierung in „Kohorten“.

Im ersten Obergeschoss wurde eine Intensivstation mit maximal 25 Betten geschaffen. Kernmerkmal dort sind Isolationsmöglichkeiten für den Fall zahlreicher infektiöser Patienten, zwischen den Räumen wurden dafür Schleusen eingeplant. Im zweiten Obergeschoss befinden sich Haustechnik sowie Umkleiden.