Signierstunde in Düsseldorf : Tilly: „Wagenbau ist Teamarbeit“

In der Buchhandlung Gossens signierte Jacques Tilly sein neues Buch „Mehr Wagen“. An Angriffe auf sein Werk ist er gewohnt, an diesem Tag kamen aber nur die Fans.

Manchmal nutzen die Leute die Chance, mir zu sagen, was sie von mir halten – nämlich gar nichts“ sagt Jacques Tilly und lacht. Vor der Buchhandlung Gossens gab Tilly vor ein paar Tagen eine Autogrammstunde zu seinem neun Buch „Mehr Wagen“. Manchen widmete er kleine Texte, anderen malte er einen Clown oder eine Blume ins Buch. Ein ganzes Fenster hatte die Buchhandlung dem Buch und Tillys Arbeit gewidmet, davor bildete sich eine Schlange von Fans –  Kritik gab es zumindest an diesem Tag keine. Und selbst wenn, Angst vor Kritikern hat Tilly nicht. „Wenn die Leute einem persönlich gegenüberstehen, sind sie natürlich viel freundlicher.“ Er kennt es aber auch anders. Online, per Post oder am Telefon kann die Kritik schon mal in Gewaltandrohung umschlagen. Aber Androhungen und Beleidigungen sieht er gelassen: „Wir leben in einer Streitkultur, ich ziehe bei meiner Arbeit ja auch keine Samthandschuhe an. Der Hass gehört dazu. Immer feste druff! Sag ich ja auch immer.“

Einige der Fans, die ihr Buch signiert haben wollten, möchten es verschenken. Das Buch sei auch etwas Besonderes, findet Tilly. Denn der Fokus liegt dieses Mal nicht auf ihm, sondern auf seinem Team. „Wagenbau ist Mannschaftssport – oder besser: Frauschaftssport.“ In dem Buch liegt der Fokus auf der Werkstatt und dem Team, das nach und nach vorgestellt wird.