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Marie-Agnes Strack-Zimmermann zur Situation in der Düsseldorfer Altstadt

OB-Kandidatin der FDP in Düsseldorf : Strack-Zimmermann möchte neues Konzept für Altstadt-Sicherheit

Bei einem Rundgang durch die Düsseldorfer Altstadt erläuterte die FDP-OB-Kandidatin, was sie ändern möchte, damit Anwohner nicht mehr belästigt werden. Dazu gehören beleuchtete Ecken und mehr Grün.

Den Begriff „Ballermann“ darf sie als Bezeichnung für die Altstadt nicht mehr auf ihren Wahlplakaten verwenden – doch von der Botschaft hinter dem Slogan möchte Marie-Agnes Strack-Zimmermann weiter nicht abrücken.

Zumal sich diese Kritik nicht am Partycharakter von Düsseldorfs Ausgehviertel entzünden würde, den auch die gebürtige Düsseldorferin in ihrer Jugend sehr zu schätzen kennenlernte. „Spätestens ab Mitternacht dreht hier das Klima. Dann wird es deutlich rauer und härter. Das hat nichts mehr mit dem Altstadt-Charakter zu tun.“

In Begleitung des Bundestagsabgeordneten Konstantin Kuhle (FDP) stellte Strack-Zimmermann bei einem Presserundgang die Problemstellen vor, die sie bei einer Wahl als OB anzugehen gedenke. Sorgen bereite ihr zunehmende Verlagerung des feierwütigen Publikums in die Altstadt-nahen Wohngebiete. „Viele Anwohner um Lambertuskirche und Carlsplatz sind verzweifelt“, sagt sie. Berichte von Wildpinklern, Drogenhandel und Straftaten von jungen Männern in abgelegenen Straßen wie der Lambertusgasse oder dem Stiftsplatz würden ihr immer häufiger von den Anwohnern zugetragen.

Strack- Zimmermann möchte mit einem verstärkten Netzwerk aus Ämtern, OSD und Polizei das Konzept Altstadt neu überdenken. „Ein Mix aus Prävention und Repression. Beispielsweise bei der Stadtplanung mehr grüne und beleuchtete Ecken einrichten und einen Austausch zwischen Jugendamt und Polizei über die Szene schaffen“, sagt sie.

Patrouillen sollen gezielter und überraschender auftauchen. Dazu brauche es verstärkt Sicherheitskräfte. Während Konkurrent Stephan Keller (CDU) mit 150 neuen Ordnungskräften wirbt, möchte Strack-Zimmerman die 30 nicht besetzten Stellen füllen.

Zur Austrocknung der Hotspots könnten auch verkehrsberuhigende Maßnahmen um das Kom(m)ödchen herum oder eine Zufahrtssperre der Mühlenstraße beitragen. Das besagte Klientel würde die Straßen unerlaubt als Parkplätze nutzen oder mit getunten Sportwagen vorfahren.