Brauchtum in Unterbach : Der Karneval ist wieder zurück im Dorf

Beim Sommerfest der Karnevalisten in Unterbach wurden Preise verliehen und Spenden vergeben.

Der Karneval ist in Unterbach sehr verwurzelt und die karnevalistischen Sommerfeste genießen hohen Zulauf im Stadtteil. Deshalb wurde das diesjährige Sommerfest nicht wie gewohnt auf dem Gut Ten Ofen ausgerichtet, sondern zurück ins Dorf geholt. Damit wollte der Unterbacher Karnevalsausschuss noch einmal seinen Bezug zum Stadtteil unterstreichen. Als Ausrichtungsort wurde das Gelände der Schreinerei Papendell, mitten im Herzen von Unterbach, gewählt. Dort trafen sich am Samstagnachmittag die Mitglieder und Freunde des Karnevals, um sich bei Kuchen und Altbier vom Hochsommer zu verabschieden und sich auf die kommende Phase des Winterbrauchtums einzustimmen.

Neben der Spendenübergabe von über 5000 Euro an das EVK Düsseldorf war die Preisverleihung der „Jeckis“ durch die Ehrenritter des Unterbacher Karnevals der Höhepunkt des Nachmittags. Die von der Rittergruppe gespendeten und mit 222 Euro dotierten Preise wurden in drei Kategorien vergeben. Der Preis für den schönsten Wagen ging dieses Jahr an die Tanzgarde der Großen Erkrather Karnevalsgesellschaft. Außerdem wurden die Eulen des Hildener Karnevalskomitees für die schönste Fußgruppe, sowie die Ex-Prinzessinnen und die Ex-Prinzen des Unterbacher Karnevals mit dem Sonderpreis ausgezeichnet. Ganz nach dem ausgegebenen Motto der Session 2018 „Karneval ist unsre Sach´, mit Herz und Hand für Unterbach“ wollten die Unterbacher Karnevalisten jedoch nicht nur ein Fest für die alteingesessenen Bürger veranstalten, sondern sie versuchten gleichzeitig, den neu zugezogenen Unterbachern mit dieser Feier die Karnevals-Vereinskultur näher zu bringen. „Uns ist der familiäre Charakter des Stadtteiles sehr wichtig. Wir versuchen das auch beim Karneval zum Ausdruck zu bringen“, sagte Martin Beier. So wie er, als er vor 40 Jahren nach Düsseldorf gekommen ist, soll sich jeder herzlich eingeladen fühlen, zu den Veranstaltungen in Unterbach zu kommen. Beier ist mittlerweile seit 17 Jahren Mitglied im Verein.