Unterbach: Unterbacher feiern Ball mit Ritterschlag

Unterbach : Unterbacher feiern Ball mit Ritterschlag

Jens I. und Anette I. sowie 200 weitere Jecken feierten in der fein geschmückten Turnhalle.

Das Eselsland steckt mitten in der Session. Jens I. und Anette I., im bürgerlichen Leben als "die Eickmeiers" luden zum Feinsten aller Feste: dem Ball des Prinzenpaares. Gut 200 Gäste meisterten den abenteuerlichen Weg über den im Umbau befindlichen Schulhof und füllte die zu einem wahren Bankettsaal verzauberte Turnhalle. Für diese Dekorationsleistungen hätte das Hallenbauteam unter der Führung von Sebastian Emde einen Extraorden verdient.

Orden, in diesem Jahr vom Prinzenpaar in Herzform vorgestellt, gab es aber zunächst nur für die Ehrengäste; unter ihnen die Regierungspräsidentin Birgitta Radermacher, die seit Kurzem an der Rathelbeckstraße wohnt. Karnevalsausschuss-Präsident Henrik Damgaard beglückwünschte sie, sich "den schönsten Stadtteil Düsseldorfs ausgesucht zu haben". Ebenfalls unter den Gästen fand sich Polizeidirektor Jürgen Bielor, der die Inspektion Düsseldorf-Mitte leitet. Das gute Verhältnis von Karnevalisten und Polizisten hob er hervor. Erst vor einigen Tagen sei das Düsseldorfer Prinzpaar auf der Altstadtwache zu Besuch gewesen. Aus Erkrath war eine große Abordnung samt des Prinzenpaares über den Berg gekommen. Für 33-jährige Vereinsmitgliedschaft kamen die beiden bewährten Karnevalisten Ulli Emde und Thomas Frotz zu Auszeichnungsehren.

Zeremonienmeister Kay Adam hatte ein Programm organisiert. Es begeisterte mit externen Showakten wie der rassigen Igens Hunderevue und dem feschen Gesangsduo Stefanie und Silvia ebenso wie mit den traditionellen Gardetanzgruppen Weiß-Rot und Rot-Weiß. Einige der Tänzerinnen führte Choreographin Nadine Völzke zu einer Neuauflage der KA-Showtanzgruppe, die jahrelang auf Unterbeker Festen begeistert hatte, nun aber schon einige Zeit nicht mehr aufgetreten war. Den Zenit des Balles, der seit sechzig Jahren gefeiert wird, bildet der Ritterschlag des Prinzen. Die Riege der Exprinzen wählt für den werdenden Prinzritter einen möglichst auf Eigenschaften und Charakterzüge passenden Adelstitel, den dieser "bis in Ewigkeit" tragen soll. Jens I. wurde so zu "Prinz der Kaufleute und Handeltreibenden; Ritter aus dem Hause derer von Monk und 4711; Liebhaber historischer Romane, von Funny Chips und Sidolin." Auf dieses Pfund gab noch weit mehr als das übliche dreifache Unterbach I-A.

(RP)
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