Oberkassel: Radweg Luegallee ist wieder im Gespräch

Oberkassel: Radweg Luegallee ist wieder im Gespräch

In einem offenen Brief an Oberbürgermeister Thomas Geisel bezweifelt Herbert Phlippen den Anspruch Düsseldorfs, eine fahrradfreundliche Stadt zu sein. Als Beispiel nennt er die Luegallee, die vom Belsen- bis Luegplatz keinen Radweg habe und deshalb für Radfahrer gefährlich sei.

Viele wichen deshalb auf die andere Straßenseite auf den schmalen Radweg aus, wobei es dort ebenfalls zu lebensgefährlichen Situationen komme. Phlippen ist überzeugt, dass die baulichen Gegebenheiten der Luegallee ein zukunftweisendes Verkehrswegekonzept für alle Verkehrsteilnehmer zulasse.

Damit lebt ein altes Thema wieder auf, das in den 1990er Jahren die Gemüter bewegte. Denn eine durchgezogene Linie trennte damals Rad- und Autofahrer auf Kosten einer Fahrbahn. Das Ergebnis: Der Verkehr staute sich bis zur Düsseldorfer Straße. 1999, nach der Kommunalwahl, kam Joachim Erwin (CDU) an die Macht und pinselte den umstrittenen Radweg weg. Er sorgte dafür, dass ein Konzept entwickelt wurde, wie Radfahrer vom Belsen- zum Luegplatz fahren können - nämlich hintenherum. Über Cherusker-, Oberkasseler- und Salierstraße bis zum Kaiser-Wilhelm-Ring und weiter zur Brücke. Das wurde weder von der Politik noch von den Radfahrern angenommen.

(hiw)
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