Florian Franke spielt im Schlosscafé Benrath

Benrath: Konzert-Reihe im Schlosscafé ein Erfolg

Florian Franke spielte in der Reihe „Schloss-Klang“ vor vollem Haus. Der 30-jährige Singer-Songwrtier aus Wuppertal überzeugte die Zuhörer durch seinen Charme und seine Stimme.

Mit sehr persönlich gehaltenen Liedern zwischen an Soul orientiertem Deutsch-Pop und vereinzelten Jazz-Anleihen begeisterte der Wuppertaler Singer-/Songerwriter Florian Franke sein Publikum im einschließlich Foyer vollbesetzten Benrather Schlosscafé. Es war bereits das fünfte Konzert der Schlossklang-Konzertreihe, einer Kooperation der Stiftung Schloss und Park Benrath sowie der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West.

Im intimen Ambiente des Schlosscafés erlebt das Publikum ein Konzert, dessen musikalische Klasse eigentlich den Rahmen eines größeren Konzertsaals verdient hätte. Franke, in Wuppertal geborener Musiker, überzeugt mit Liedern seines im vergangenen Jahr veröffentlichten CD-Debüts „Stadtgeflüster“ sowie mit Kostproben seines neuen – noch unveröffentlichten – Albums.

Mit „Laufen“ eröffnet der 30-Jährige, der sich seine jugendliche Unbekümmertheit bewahrt hat, das Konzert. „Lauf, lauf, lauf, so lang du kannst, und wenn du dann da bist, fängst du neu an“, singt er und scheint damit auch seine musikalische Biographie umschreiben zu wollen. Bereits mit fünf Jahren bekommt er Klavierunterricht, mit neun tritt er dann in den renommierten Knabenchor „Wuppertaler Kurrende“ ein, wo er zunächst eine fundierte Gesangsausbildung erhält.

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Seine Begeisterung für Chorgesang wird vom Stimmbruch gestoppt, und dann sind es es Jazz- und populäre Musik, die ihn in seinen Bann ziehen. Als singender Jazzpianist tingelt er bis 2008 durch die Foyers exklusiver Hotels. Ein Jahr später nimmt er schließlich ein Musikstudium an der angesehenen Popakademie Baden-Württemberg auf. Sein Bandprojekt Crushhour wird mit dem Deutschen Rock- und Pop-Preis ausgezeichnet. Ein weiteres Musik-Projekt Frankes ist TalGold, ein Duo mit der Cellistin Charlotte Jeschke, das jedoch ebenfalls nicht lange hält. Seitdem ist er primär als Singer-/Songwriter solo unterwegs, und durfte bereits als Vorprogramm von Philipp Dittberner oder von Soul-Star Anastacia ein größeres Publikum von seinen Qualitäten überzeugen.

Als Ein-Mann-Projekt begleitet er sich auf der Gitarre oder mit dem Keyboard. Mit dezent eingespielten Loops, sogenannten Soundschleifen, unterfüttert er gelegentlich, etwa bei „Wenn du fällst“, seinen einfühlsamen Gesang. „Über den Wolken“, ein Klassiker von Reinhard Mey, präsentiert er zunächst soulig verträumt, bevor er dann in eine temperamentvollere jazzige Stilistik wechselt. Das begeistert applaudierende Publikum lässt sich zudem immer wieder gern vom Charme Frankes zum Mitsingen animieren. „Bleib hier“ heißt der Titel eines Liedes, das für das neue Album vorgesehen ist.

Die Zuhörer, die Florian Franke bei diesem Konzert zum ersten Mal gehört haben, werden diesen Ratschlag sicherlich befolgen und seine Karriere weiter verfolgen. Nicht zuletzt, weil er ganz aktuell auch für den Rio-Reiser-Preis nominiert wurde, wie Franke nicht ohne Stolz verkündet.