Benrath : Star-Wars-Welt zu Besuch bei Mopped-Schützen

Zu Gunsten des Kinderhospizes Regenbogenland gab es das zehnte Mopped-Fest auf dem Benrather Schützenplatz.

Das Imperium kehrt zurück. Zumindest für einen Tag. Der Besuch der Kostümclubs-Mitglieder des „501st-German-Legion“ war einer der Höhepunkte des zehnten Düsseldorfer Mopped-Schützen-Treffens. Dieses fand wieder zu Gunsten des Kinderhospiz Regenbogenland am Samstag auf dem Benrather Schützenplatz statt.

Der gefürchtete Kopfgeldjäger Boba Fett, die imperiale Pilotin Juno Eclipse, Rebellen-Kapitän Raymus Antilles, vier Stormtrooper, ein imperialer Offizier und der dunkle Luke Skywalker höchstpersönlich standen für Fotos und Fragen aller Star-Wars-Fans zur Verfügung. Besonders ein Mopped-Schütze freute sich über die Gäste: Jörg Sturm, zweiter Chef der Schützenbruderschaft St. Cäcilia Benrath. Um zu beweisen, was für ein großer Star-Wars-Fan er ist, lässt Sturm die Hosen runter – wortwörtlich. Die Unterhose des Schützen zeigt ein Star-Wars-Motiv mit Stormtrooper.

Im Laufe des Nachmittags machen viele Besucher Fotos mit den verkleideten Clubmitgliedern – sehr zur Freude von Michael Schätzle. Er tritt als Raymus Antilles auf und freut sich, wenn Besucher seine Leidenschaft für das Fantasy-Universum teilen. Er erklärt, was hinter der 501st-German-Legion steckt: „Wir sind die größte Star-Wars-Fangemeinde mit 12.000 Mitgliedern weltweit, davon 800 in Deutschland, deren Hobby Star Wars ist. Deshalb können wir auch auf vielen Charity-Veranstaltungen wie heute mitmachen.“ Den Mitgliedern ist sehr wichtig, dass sie nicht irgendwelche Outfits aus Karnevalsläden tragen. „Die Kostüme müssen bei der amerikanischen Filmgesellschaft abgenommen und verifiziert werden, so dass sie haargenau dem Original aus dem Film entsprechen“, sagt Schätzle, „deswegen stecken zum Beispiel in einem Boba-Fett-Kostüm über 2000 Stunden Arbeit. Teilweise kaufen wir die Materialien zusammen, teils arbeiten wir selbst daran.

Aber auch für Besucher, die nicht viel mit Star Wars anfangen können, gibt es natürlich Angebote. Viele Aussteller bieten Stände rund um Motorrad und -equipment an. Auch die SCU Cheerleaders treten auf und kümmern sich um die jüngsten Besucher mit Hüpfburg und Kinderschminken. Nebenbei gibt es Rockmusik von „Kippen und Bier“, „Unbelehrbar“ und „9 ½“. Weitere Höhepunkte sind der Motorrad-Gottesdienst und der Motorradkorso mit über 200 Maschinen.

Sturm hat mit den Motorrad fahrenden Schützen so viele Programmpunkte organisiert, um Spenden für das Kinderhospiz Regenbogenland zu sammeln. In den vergangenen zehn Jahren kam dabei eine Summe von 30.000 Euro zusammen. „Die Stände sind voll, an der Tombola bilden sich Schlangen – ich denke, dass wir auch dieses Jahr mit einer guten Summe rechnen können“, sagt Sturm.